Die Bibel zur Wiedergeburt

 
Zusammengestellt von B. Freytag

im August 2002

danach mehrfach ergänzt

im Dez 2002 nochmals deutlich erweitert (Version 6) / Version 8 März 2005

 

Vervielfältigungen jeder Art gestattet – aber bitte mit einen Hinweis (bzw. Link) auf die Quelle versehen.

(Z.B. http://www.seelenwandern.de/bibel.htm oder www.seelenwandern.de)

 

 

Inhaltsübersicht von: Wiedergeburt in der Bibel

 

Lehrt die Bibel etwas von einer Wiedergeburt ?. 2

Eine sehr umfangreiche Schriftensammlung.. 3

Kein Lehrbuch. 3

Hinweise zur Wiedergeburt aus der Bibel. 4

 

Eine Zensur 5

(01.) Da fehlt doch was! 5

 

Begriff: Wiedergeburt oder ähnlich. 5

(02.) Titus 3:5. 6

(03.) Matthäus 19:28. 7

(04.) Nikodemus. 9

(05.) Anhand von Jak 3:6. 10

 

Die Geschlechtslinie gibt uns Hinweise. 11

(06.) Die Vorväter 11

(07.) Die Geschlechtslinie. 12

 

Die Fürsten. 13

(08.) König Saul 13

(09.) König David. 14

 

Sie leben in der Endzeit 17

(10.) Daniel 17

(11.) Johannes der Täufer I 18

(12.) Alle werden ihn sehen. 18

(13.) Dieses Geschlecht wird nicht vergehen. 19

(14.) Die 144000. 19

(15.) Die zwei Zeugen. 21

 

Inkarnationen. 22

(16.) Am Beispiel Jesu. 22

(17.) Am Beispiel des Widersachers. 23

(18.) Johannes der Täufer II 24

 

In Verbindung mit der Karmalehre. 26

(19.) In Sünde geboren. 26

(20.) Verloren. 27

(21.) Blindgeboren. 27

(…) Edler Körper 27

(22.) Saat und Ernte. 27

(23.) Talente. 28

 

Sie waren vorher schon "wer" 29

(24.) Am Beispiel des Paulus. 29

(25.) Am Beispiel des Jeremia. 30

(26.) Im Falle von Moses. 30

(27.) Gott kennt schon den Embryo. 31

(28.) Sie lebten einst schon. 31

(...) Ehe die Welt war 32

(29.) Menschen lebten schon vor Adam.. 32

(30.) Berufen schon bevor die Welt war 33

(31.) Wie starben wir zuvor?. 33

 

Weitere Hinweise. 34

(32.) Beschneidung des Herzens. 34

(33.) kommt wieder 35

(34.) fernerhin. 36

(35.) Auge um Auge. 36

(36.) Bis ins dritte Glied. 38

(37.) Die Schlange zur Frau. 38

(38.) Wiedergeburt war in aller Munde. 39

(39.) Sünde gegen den Geist 40

(40.) Abraham bekam die Verheißung, daß er es erleben wird. 40

(41.) Sie lebten einst auf einer anderen Welt 41

(42.) Ein Gott der Lebenden. 42

(43.) Leichen stehen auf 43

(44.) Verstorbene preisen dich. 43

(45.) Ein Widerspruch als Beweis?. 43

 

Apokryphe Hinweise. 45

(A01.) Edler Körper 45

(A02.) So zu denken ist falsch. 45

(A03.) Abbilder von einst 46

(A04.) Ehe die Welt war 47

 

Nichtbiblische Hinweise. 48

(S01.) Kurzes  oder langes Leben. 48

(S02.) Fehlt noch mehr?. 48

(S03.) Die Katharer 49

(S04.) Die Moslems. 49

(xx.) Sonderfälle. 50

 

Lehrt die Bibel etwas von einer Wiedergeburt ?

Diesem Thema habe ich mich etwas ausgiebiger gewidmet.

Im Grunde genommen ist es völlig unwesentlich, was die Bibel zu diesem Thema aussagt, denn dadurch wird die Wirklichkeit in keiner Weise beeinflußt oder verändert.

 

Und doch kommt man nur schwerlich an der Bibel vorbei, denn diese Büchersammlung hat unsere Kultur und unsere Weltanschauung weitgehend mitgeprägt.

Es ist also so, daß man große Bevölkerungsschichten viel leichter erreichen kann, wenn man die Bibel zur Hand nimmt und zeigen kann, daß das hier so oder so geschrieben steht.

Ich denke dabei besonders an die vielen Menschen, die im christlichen Sinne gläubig sind.

 

Eine sehr umfangreiche Schriftensammlung

Die meisten Bibelausgaben haben einen Umfang von etwa 1500 Seiten.

Im sogenannten Standardumfang sind 39 Schriften aus alttestamentarischer Zeit enthalten.

Dazu kommen noch 27 Schriftstücke aus dem ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung.

Man könnte also von 66 Bibelbüchern reden. (Nur eine „6“ fehlt noch, und wir hätten die Zahl des wilden Tieres!)

Die genaue Anzahl der Schreiber läßt sich allerdings nicht genau ermitteln denn manche Bücher wurden von mehreren Schreibern erstellt. Manche tragen den Namen eines Schreibers, enthalten aber auch Informationen die sich zeitlich erst nach seinem Tod abgespielt haben. Also muß in solch einem Fall mindestens ein weiterer Schreiber hinzugekommen sein.

 

Ich erwähne dies alles nur, um auf die Fülle der Informationen hinzuweisen, die sich in dem meistgedruckten Werk aller Zeiten befinden müssen.

Da sollte man doch sicherlich auch Hinweise auf etwas wie Wiedergeburt finden können?

Selbst wenn die Schriften der Bibel einer (oder mehrerer) Zensuren zum Opfer gefallen sind, werden jene "Hüter der Wahrheiten" (irgendwelche kirchliche – oder präkirchliche Institutionen) sicherlich manchmal etwas übersehen haben.

Mit dieser Überlegung im Sinn mache ich mich jetzt auf die Suche nach Hinweisen auf eine Wiedergeburt.

weitere Hinweise zum Buch der Bibel

offline: Die Bibel von Gott inspiriert?

 

 

Kein Lehrbuch

Fast alle bekannteren christlichen Kirchen / Sekten halten nicht allzuviel von einer "Wiedergeburt".

Es stimmt zwar, die Bibel ist kein Lehrbuch in Sachen Wiedergeburt.

Eigentlich ist die Bibel auch gar kein Lehrbuch in Sachen Glaubensfragen. Paradox nicht wahr?

Obwohl es als solches immer herhalten muß!

Über die Entstehung der Welt werden nur ganz wenige Seiten geschrieben.

Ein richtiges Lehrbuch in Sachen Glauben (wo kommen wir her?, wo gehen wir hin?, was war vor- dem?), müßte gerade solch einen Themenkomplex ausführlich behandeln.

Die Bibel tut das aber nicht. Andere alte historische Quellen, z.B. solche aus dem Zweistromland, aus Ägypten oder Indien geben zwar auch nicht alles Wissen preis, doch liefern sie deutlich mehr an Hintergrundinformationen. Warum haben solche Quellen des Wissens und des Glaubens in unsere Kultur keinen Einzug gehalten? Es wird Zeit sich auch diesen Quellen zuzuwenden und aus jenem uns vorenthaltenen göttlichen Wissen Nutzen zu ziehen.

Zurück zur Bibel. Statt daß unsere Fragen nach dem was war oder was wird ..... beantwortet werden, können wir auf mindestens tausend Seiten die Geschichte der Israeliten und ihrer Kriege und ihrer Propheten nachlesen.

Unter diesen Umständen dürfen wir sowieso keine Lehransätze in Sachen Inkarnation oder Reinkarnation erwarten.

Aber wie heißt es doch so schön in der Bibel?

 

Lukas 11:9 (Luther 1984)

Und ich sage euch auch: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.

 

Ich habe gesucht und ich habe gefunden.

Der nun folgende Teil soll dies dokumentieren.

Bis jetzt habe ich über vierzig (!) biblische Hinweise zur Wiedergeburt gefunden und jedem Hinweis ein eigenes Thema gewidmet. Weitere Hinweise könnten durchaus noch folgen.

 

Hinweise zur Wiedergeburt aus der Bibel

Einige Hinweise springen einem förmlich in Gesicht, andere sind etwas verborgen. Man erkennt sie gewissermaßen zwischen den Zeilen. Da sollte man vielleicht genauer hinschauen und den einen oder anderen Satz mehrmals durchlesen.

 

Eine Zensur

(01.) Da fehlt doch was!

Ich erwähnte bereits, es besteht der Verdacht, daß einige Schriften oder Teile daraus der Zensur zum Opfer fielen, weil sie wohl nicht kirchenkonform waren. Auch die Lehre der Wiedergeburt zählte zweifellos dazu.

Ich beginne also einfach mit einem Hinweis, der nur deswegen ein Hinweis ist, weil an ganz entscheidender Stelle etwas fehlt.

 

Johannes 3 (Luther)

1 Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern mit Namen Nikodemus, einer von den Oberen der Juden.

2 Der kam zu Jesus bei Nacht und sprach zu ihm: Meister, wir wissen, du bist ein Lehrer, von Gott gekommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm. [?????????????]

3 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, daß jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.

 

Ganz deutlich müssen wir feststellen, daß hier etwas fehlt. Der Vers zwei steht in keinerlei Zusammenhang mit Vers drei!!!

Irgend etwas ist der Zensur zum Opfer gefallen. Natürlich, denn hier ging es um das heikle Thema der Wiedergeburt. Die Frage des Nikodemus muß mit der Thematik der Wiedergeburt im Zusammenhang gestanden haben.

Wenn eine Zensur in Sachen Wiedergeburt auch nur ein einziges Mal bezeugt werden kann, sind ganz sicher weitere solche kriminellen Machenschaften erfolgt.

Da haben sich die Kirchenväter wohl über eine unmißverständliche Warnung leichtfertig hinweggesetzt.

 

Offenbarung 22:19 (Einheitsübersetzung)

Und wer etwas wegnimmt von den prophetischen Worten dieses Buches, dem wird Gott seinen Anteil am Baum des Lebens und an der heiligen Stadt wegnehmen, von denen in diesem Buch geschrieben steht.

 

Sollte ein Leser weitere solcher "Fehlstellen" finden, (ich gehe davon aus, daß es sie gibt) möge er mir bitte einen Hinweis zukommen lassen.

 

Begriff: Wiedergeburt oder ähnlich

Es folgen nun Hinweise auf die wenigen Stellen, wo in der Bibel der Begriff Wiedergeburt wörtlich Erwähnung findet. Leider habe ich nur zwei finden können, aber dafür einige sinnverwandte Begriffe.

 

(02.) Titus 3:5

In der Bibel gibt es zwei Stellen, bei denen wortwörtlich von WIEDERGEBURT die Rede ist.

·        Matthäus 19:28

·        Titus 3:5

 

Da es sich hier um einen Begriff handelt, den es der traditionellen Lehre nach nicht geben dürfte, habe ich hier verschiedene Übersetzungen eingeführt, um dem Leser zu zeigen, daß dieser Begriff sehr wohl in modernen Übersetzungen zu finden ist. Sie haben die Zensur überstanden. Vielleicht war der Kontext nicht so gefährlich – oder es blieb stehen, weil es Paulus war der dies geschrieben hatte. 

 

Luther (1964)

Nicht um der Werke willen der Gerechtigkeit, die wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung im heiligen Geiste,

 

Dietzfelbinger (Interlinear)

Nicht aufgrund von Werken in Gerechtigkeit, die getan hatten wir, sondern nach seiner Barmherzigkeit hat er gerettet uns durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung des heiligen Geistes,

 

Das jüdische NT n. David H. Stern

eigenen Barmherzigkeit. Er tat es durch die Mikveh der Wiedergeburt und durch die Erneuerung, die der Ruach Ha Kodesc Erlöste er uns. Und zwar nicht aufgrund irgendwelcher gerechten Werke, die wir getan hatten, sondern aufgrund seiner h bringt,

 

Pattloch

5 rettete er uns nicht auf Grund von Werken der Gerechtigkeit, die wir vollbracht hätten, sondern nach seinem Erbarmen durch das Bad der Wiedergeburt und der Erneuerung des Heiligen Geistes;

 

Elberfelder (rev.)

5 errettete er uns, nicht aus Werken, die, in Gerechtigkeit <vollbracht>, wir getan hätten, sondern nach seiner Barmherzigkeit durch die Waschung der Wiedergeburt und Erneuerung des Heiligen Geistes.

 

Schlachter

5. hat er - nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hätten, sondern nach seiner Barmherzigkeit - uns gerettet durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung des heiligen Geistes,

 

Einheitsübersetzung

5 hat er uns gerettet - nicht weil wir Werke vollbracht hätten, die uns gerecht machen können, sondern aufgrund seines Erbarmens - durch das Bad der Wiedergeburt und der Erneuerung im Heiligen Geist.

 

(Fast alle weiteren Bibelübersetzungen, die in meinem Besitz sind, geben den Begriff in ähnlicher Weise wieder. Nur zwei Übersetzungen fallen aus dem Rahmen. Sie sollen der Vollständigkeit aber auch angeführt werden)

 

NW (schlechte Übersetzung)

5 rettete er uns, nicht zufolge von Werken, die wir in Gerechtigkeit vollbracht hätten, sondern gemäß seiner Barmherzigkeit durch das Bad, das uns zum Leben brachte, und durch unsere Erneuerung durch heiligen Geist.

 

Gute Nachricht (verwirrende Übersetzung)

5 Wir selbst hatten keine guten Taten vorzuweisen, mit denen wir vor ihm hätten bestehen können. Nein, aus reinem Erbarmen hat er uns gerettet durch das Bad der Taufe - das Bad, in dem wir zu einem neuen Leben geboren wurden, erneuert durch den Heiligen Geist

 

Paulus wußte offenbar ganz genau, wovon er sprach. Er sprach vom Bad der Wiedergeburt. Er fügt hier noch die reinigende Wirkung eines Bades ein und wendet es auf die Wiedergeburt an. Da der Lohn für die Sünde der Tod ist, (sein soll), findet in Verbindung mit der Wiedergeburt ein Neuanfang statt. Die alten Schulden hat man nicht mehr zu begleichen. Die alten Leiden sind vergessen. Auf den ersten Blick beginnt man fast wieder bei Null.

 

 (03.) Matthäus 19:28

(Elberfelder rev.)

28 Jesus aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, auch ihr werdet in der Wiedergeburt, wenn der Sohn des Menschen auf seinem Thron der Herrlichkeit sitzen wird, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.

 

(Luther)

28 Jesus aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, werdet bei der Wiedergeburt, wenn der Menschensohn sitzen wird auf dem Thron seiner Herrlichkeit, auch sitzen auf zwölf Thronen und richten die zwölf Stämme Israels.

 

(Scofield)

28. Jesus aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, auch ihr werdet in der Wiedergeburt, wenn der Sohn des Menschen auf seinem Thron der Herrlichkeit sitzen wird, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.

 

(Züricher)

Jesus aber sprach zu ihnen: Amen, ich sage euch: Ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, werdet bei der Wiedergeburt, wenn der Menschensohn auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzt, auch auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.

 

Die meisten meiner Bibelübersetzungen verwenden an dieser Stelle den Begriff "Wiedergeburt"

 

Aber es gibt auch Ausnahmen, meist die sogenannten freien Übersetzungen. Hier am Beispiel der:

 

(Guten Nachricht)

Jesus antwortete: »Ich versichere euch: Wenn Gott die Welt erneuert und der Menschensohn auf seinem Herrscherthron Platz nimmt, dann werdet auch ihr, die ihr mir gefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und über die zwölf Stämme Israels Gericht halten.

 

So als wenn von Wiedergeburt in der Bibel niemals etwas gestanden hätte. Eine ganz wichtige Information fällt unter den Tisch.

 

Auch die Bibel der Zeugen Jehovas (sie will nicht als eine freie Übersetzung gelten), wählt wohl ganz bewußt eine andere Formulierung.

 

(Neue Welt)
Jesus sprach zu ihnen: „Wahrlich, ich sage euch: In der Wiedererschaffung, wenn sich der Menschensohn auf seinen Thron der Herrlichkeit setzt, werdet auch ihr selbst, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.

 

Die Wachtturmgesellschaft (Jehovas Zeugen) läßt den Begriff griechisch "palingenesias" (welches so viel wie "neue Geburt" bedeutet) zwar nicht fort, doch schreibt sie statt dessen "Wiedererschaffung", weil sie der Meinung ist, daß diese Formulierung besser in ihr Lehrgebäude paßt – also ihrer Meinung nach auch richtiger sein müßte. (Sie lehrt, daß man nach dem irdischen Tod in eine Nichtexistenz hinübergeht, danach also völlig neu (aus dem Gedächtnis) erschaffen werden muß.)

 

Vielleicht mache ich jetzt einen Denkfehler. Aber überlegt bitte selber:

Wenn man wiedererschaffen wird, (so wie es in der NW-Bibel steht) muß man zuvor schon einmal erschaffen worden sein. Nur dann kann man von "Wiedererschaffung" sprechen. Jemand, d.h. ein Mensch, der nur geboren wurde, (an solche richtet sich der Text aus Math. Kap. 19) wurde ja nicht erschaffen. Aber nur für denjenigen käme, in rein fiktiver Denkweise, eine "Neuerschaffung", (oder welchen Namen man diesem Kind auch geben will) in Frage.

 

In Matthäus 19:28 ist in der Tat von der Wiedergeburt die Rede. Auch wenn viele Bibelkommentatoren es für angebracht hielten hier Fußnoten mit ganz unterschiedlichen Erklärungen einzufügen, um den (dummen) Bibelleser nicht zu verwirren.

Viele Bibelübersetzungen, besonders wie schon erwähnt, freie Übersetzungen, wählen ihre Übersetzung so geschickt, daß sie das Wort "Wiedergeburt" ganz weglassen können.

 

(!) Wenn man den oben zitierten Bibelvers genau liest, muß mit der hier gemeinten Wiedergeburt nicht zwangsläufig eine besondere gemeint sein, nämlich jene, die zu erfolgen hat, wenn Jesus Macht und Herrlichkeit empfangen hat.

 

(!) Es kann sich genausogut um eine (von vielen anderen) Wiedergeburt(en) handeln, die zeitlich gerade in Jesus’ Herrschaftszeit fällt.

 

 (04.) Nikodemus

Johannes 3 (Züricher)

1 Es war aber einer unter den Pharisäern, sein Name war Nikodemus, einer vom Hohen Rat der Juden.

2 Dieser kam zu ihm bei Nacht und sagte zu ihm: Rabbi, wir wissen, dass du als Lehrer von Gott gekommen bist; denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, wenn nicht Gott mit ihm ist.

3 Jesus entgegnete ihm: Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.

4 Nikodemus sagt zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Er kann doch nicht ein zweites Mal in den Bauch der Mutter gelangen und geboren werden?

5 Jesus antwortete: Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes gelangen.

6 Was aus dem Fleisch geboren ist, ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, ist Geist.

7 Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von neuem geboren werden.

8 Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen, weisst aber nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist es mit jedem, der aus dem Geist geboren ist.

9 Nikodemus entgegnete ihm: Wie kann dies geschehen?

10 Jesus antwortete ihm: Du bist der Lehrer Israels, und du verstehst das nicht?

 

Nikodemus hatte Schwierigkeiten, sich eine Wiedergeburt vorzustellen. Aber Jesus sagt interessanterweise nicht, daß wiedergeboren zu werden Unsinn sei. Er verweist darauf, daß man eine geistige Geburt erlangen sollte. Das sollte das Ziel eines jeden Christen sein. Das ist die Geburt in eine andere, eine höhere Ebene hinein, quasi ein Loslösen vom Materiellen. Deswegen werden Christen auch aufgefordert, nach geistigen Dingen zu streben, denn diese haben Zukunft. Die materiellen Dinge sind Vergangenheit (oder besser: sollten es sein). Solange wir hier in der Schwere der Erde durch unsere festen Körper gebunden sind, umgeben uns die materiellen Güter. Wir könnten ohne sie nicht leben, sollten sie aber nicht in den Mittelpunkt unseres Lebens stellen.

Aber behalten wir im Sinn, Nikodemus erörterte die Thematik der Wiedergeburt mit Jesus.

Behalten wir zusätzlich im Sinn, daß es sich hier um die Passage aus dem Johannesevangelium handelt, wo ganz offensichtlich etwas herausgenommen wurde. (Siehe das erste Kapitel)

 

(05.) Anhand von Jak 3:6

Das Rad des Werdens (Rad der Wiedergeburt?)

 

(Einheits)

6 Auch die Zunge ist ein Feuer, eine Welt voll Ungerechtigkeit. Die Zunge ist der Teil, der den ganzen Menschen verdirbt und das Rad des Lebens in Brand setzt; sie selbst aber ist von der Hölle in Brand gesetzt.

Mit «Rad des Lebens» (oder: «Kreis des Werdens») ist wohl der ganze Lauf des Lebens und der Umkreis der menschlichen Existenz gemeint.

 

Dietzfelbinger

Auch die Zunge (ist) ein Feuer; die Welt der Ungerechtigkeit, die Zunge, wird eingesetzt unter unseren Gliedern, - befleckend den ganzen Leib und in Brand setzend das Rad des Werdens und in Brand gesetzt werdend von der Hölle.

 

Luther

6 Auch die Zunge ist ein Feuer, eine Welt voll Ungerechtigkeit. So ist die Zunge unter unsern Gliedern: sie befleckt den ganzen Leib und zündet die ganze Welt an und ist selbst von der Hölle entzündet.

 

Gute Nachricht

6 Auch die Zunge ist ein Feuer. Sie ist eine Welt voller Unrecht und beschmutzt den ganzen Menschen. Sie setzt unser Leben von der Geburt bis zum Tod[A] in Brand mit einem Feuer, das aus der Hölle selbst kommt.

A) unser Leben ...: wörtlich das Rad/den Kreis des Lebens/Werdens.

 

Ist es nun der Lauf des Lebens, wie es im Kommentar der Einheitsübersetzung steht? Man könnte sich damit zufrieden geben, aber ist das Rad als Symbol für ein einmaliges Leben auf Erden geeignet? Das Rad ist eher ein Symbol (oder das Symbol überhaupt) für die Wiedergeburt. Man wird geboren, durchlebt seine Erdenszeit, um dann hinüberzugehen. Irgendwann wird man wieder geboren und der Kreislauf wiederholt sich. Das "Rad" (dieser Kreislauf von geboren werden, leben, sterben, Jenseitsaufenthalt) dreht sich immer weiter.

Und die Zunge, die von Paulus in diesem Zusammenhang gebraucht wird? Das, was wir sagen, muß einen großen Einfluß darauf haben, daß uns dieser Kreislauf fest im Griff hat. Da hilft uns die momentane Entschuldigung, daß die Ursachen dafür aus der "Hölle" kommen, wenig.

 

 

Die Geschlechtslinie gibt uns Hinweise

(06.) Die Vorväter

Psalm 45 (Elberfelder)

16 An deiner Väter Statt werden deine Söhne sein; zu Fürsten wirst du sie einsetzen im ganzen Lande. {O. auf der ganzen Erde}

 

Könnte es nicht sein, daß sich hinter dieser wörtlichen Rede, eine ganz andere, nicht sofort erkennbare Information verbirgt? Wenn man an Wiedergeburt denkt, kommt man in immer neuen Existenzen auf die Erde.

So sind Deine Vorväter auch deine Kinder. Das ist nicht die Ausnahme, das ist die Regel!

In unserem Land hatte man früher den Brauch, seinen Söhnen den Namen des Opas anzuhängen, den Töchtern den der Oma. Es lag damals an der relativ kurzen Lebenserwartung, daß der Opa meist schon gestorben war, als die Enkelkinder geboren wurden. Nicht selten hatte man so seinen eigenen Vater zum Sohn und diesem auch ganz unbeabsichtigt seinen alten Namen wiedergegeben. Ist das nicht ein interessantes Spiel?

Da gibt sogar unser Erbrecht einen gewissen Sinn. Beispiel:

Der Hof wurde dem Erstgeborenen übertragen. Dieser Erstgeborene machte es mit seinem ältesten Sohn ebenso. Also konnte der ursprüngliche Erbauer des Hofes aufgrund dieser Erbvorkehrungen, in seinem nächsten Leben dort wieder weiterzumachen, wo er aus Altersgründen oder Tod in seinem vorigen Leben aufhören mußte.

 

An deiner Väter statt bzw. an Stelle deiner Väter

 

Natürlich könnte man diesen Bibeltext auch ganz herkömmlich interpretieren. Da will ich gar keinen Streit entfachen. – Aber anfangs schrieb ich ja:

 

"Selbst wenn die Schriften der Bibel einer (oder mehrerer) Zensuren zum Opfer gefallen sind, werden jene "Hüter der Wahrheiten" (irgendwelche kirchlichen – oder präkirchlichen Institutionen) sicherlich hier oder da einmal etwas übersehen haben."

Und da will ich auch den noch so Verstecktesten Hinweis aufspüren.

 

Gibt uns nicht Psalm 45 solch einen verklausulierten Hinweis?

 

Dort finden wir auch noch den Hinweis auf die Vorsteher, den Fürsten. Diese spielten in Verbindung mit Gott eine herausragende Rolle. Sie waren viel wichtiger, als es irgendwelche christliche Kirchen / Sekten zu erkennen vermochten. (Wird noch unter Punkt 8 und 9 ausführlicher behandelt)

 

In diesem Zusammenhang sollten wir auch die Geschlechtsregister der Israeliten im Sinn haben.

 

(07.) Die Geschlechtslinie  

In der Bibel finden wir eine Geschlechtslinie die von Adam bis Jesus reicht. Dies muß bestimmt einen Grund haben. Sicherlich galt es, eine genetische und rechtmäßige Abstammung bis hin zu Adam herleiten zu können. Aber genetisch gesehen waren längst nicht alle Vorfahren Jesu wirkliche Israeliten. Denn auch die Frauen, die das Erbrecht nicht übertragen konnten, hatten natürlich einen 50%igen Anteil am genetischen Erbe. Nicht alle Frauen waren Israeliten.

Die Israeliten damals scheinen nicht nur im Falle Jesu diverse Geschlechtsregister geführt zu haben (die man vielleicht als "Pendant" zum Ariernachweis der Nationalsozialisten ansehen könnte).

Ob meine Gedanken dazu ganz stichhaltig sind, vermag ich nicht mit absoluter Sicherheit zu belegen.

Aber sowohl die Theorie als auch die Logik legen nahe, daß die Vorfahren wieder zu Söhnen werden (Siehe Kapitel "Die Vorväter"). Damals stand auf Papyrus geschrieben, wer ihre Vorfahren waren. Und wenn sie vermochten, zwischen den verschiedenen Zeilen bzw. Namen zu lesen, konnten sie womöglich ihre eigenen Vorleben darin nachlesen. Dem "normalen" Volk war das eventuell nicht bewußt. Aber hatten nicht möglicherweise Priester und andere Eingeweihte einen entsprechenden Durchblick?

 

Die Geschlechtsregister hatten nicht einzig und allein den Sinn, auf Christus hinzuweisen. Vielmehr dokumentierten sie auch die Inkarnationsketten der Fürsten, der Wichtigen des Volkes. Ihre Identität sollte nachvollziehbar bleiben.

Ich bringe hier ein Beispiel, das ich aus Rückschlüssen gezogen habe.

Nehmen wir die ersten drei Könige des Volkes Israel: Saul, David und Salomo. Diese geben uns nebenbei auch einen Hinweis auf die beiden Ölbäume / Olivenbäume.

 

Als Saul starb, wurde David König. Ihm wurde der Salomo geboren (erst nach dem Tode von Saul), und nach dem Wunsche seines Vaters und der Zustimmung von "oben" durfte dieser nach David König werden. - Wieder zum König über Israel werden, muß ich betonen, denn Salomo ist nach meiner Recherche identisch mit Saul. (wie übrigens auch mit Paulus/ Saulus!)

Interessant nicht wahr? Solch Einblicke kann man erst gewinnen, wenn man den Schleier entfernt (entfernen läßt), der sonst alles verdeckt hat. Mit der Wiedergeburt wird alles nur logischer.

 

Die Fürsten

 (08.) König Saul

Samuel salbte zwei Könige; Saul und David. Im ganzen Land war niemand außer diesen beiden dafür vorgesehen, König über Israel zu werden. Warum? Sie waren die Inkarnationen zweier Fürsten (siehe die beiden Ölbäume) und hatten sich auf dieser Ebene zu bewähren. Daß sie beide später große Fehler machten (besonders Saul), ist zwar enttäuschend, ändert aber nichts an der Tatsache, daß die da oben die richtige Wahl getroffen hatten. Die beiden waren ihre ausschließlichen Kandidaten. Nur sie kamen als Repräsentanten des himmlischen Königs in Frage. Würden die CDU oder SPD (als Regierungspartei) einen Kandidaten von der Opposition nominieren, selbst für den Fall, daß er besser geeignet wäre als ihr eigener? Oder einen Bundeskanzler stellen, der ein Nichtpolitiker ist? Nein, das wäre auch in unserem System unvorstellbar.

Für Menschenaugen war natürlich nicht erkennbar, in wessen Adern das Blut eines himmlischen Adligen zirkulierte. Sie waren genauso Sterbliche wie alle anderen auch. Auch Christus war als Sterblicher unter uns und für Außenstehende nicht als Sohn Gottes erkennbar.

 

1Samuel 9 u. 10 (Einheits)

15 Der Herr aber hatte Samuel, einen Tag bevor Saul kam, das Ohr für eine Offenbarung geöffnet und gesagt:

16 Morgen um diese Zeit schicke ich einen Mann aus dem Gebiet Benjamins zu dir. Ihn sollst du zum Fürsten meines Volkes Israel salben. Er wird mein Volk aus der Gewalt der Philister befreien; denn ich habe die Not meines Volkes Israel gesehen, und sein Hilfeschrei ist zu mir gedrungen.

17 Als Samuel Saul sah, sagte der Herr zu ihm: Das ist der Mann, von dem ich dir gesagt habe: Der wird über mein Volk herrschen.

....

Kap. 10,1 Da nahm Samuel den Ölkrug und goß Saul das Öl auf das Haupt, küßte ihn und sagte: Hiermit hat der Herr dich zum Fürsten über sein Erbe gesalbt.

....

9 Als sich Saul nun umwandte, um von Samuel wegzugehen, verwandelte Gott sein Herz. Und noch am gleichen Tag trafen alle diese Zeichen ein.

10 Als sie, Saul und sein Knecht, nach Gibea gelangten, kam ihnen tatsächlich eine Schar von Propheten entgegen. Der Geist Gottes kam über Saul, und Saul geriet mitten unter ihnen in prophetische Verzückung.

11 Alle, die ihn von früher kannten, sahen, wie er zusammen mit den Propheten in Verzückung war. Die Leute sagten zueinander: Was ist denn nur mit dem Sohn des Kisch geschehen? Ist auch Saul unter den Propheten?

12 Einer von dort erwiderte: Wer ist denn schon deren Vater? So ist das Sprichwort entstanden: Ist denn auch Saul unter den Propheten?

 

Ein himmlischer Fürst im Kleide eines Erdenmenschen. Für Erdenmenschen konnte dieser unbemerkt und unerkannt seines Weges gehen, doch in ihnen steckte die Seele eines himmlischen Fürsten.

Dieses ist ein anderes, sehr interessantes Thema. Weitere Hinweise dazu gibt es in dem Dokument: "die zwei Zeugen (Ölbäume)"

 

(09.) König David

Mit Saul verhielt es sich ähnlich wie mit David.

Auch David stand als Kandidat längst fest. Auch er war von Nichteingeweihten als Königsanwärter nicht zu erkennen gewesen. Man hätte viel eher auf einen seiner sieben älteren Brüder getippt.

 

1. Samuel 16 (NW)
1Schließlich sprach Jehova zu Samuel: „Wie lange wirst du um Saul trauern, da ich ihn doch verworfen habe, daß er nicht als König über Israel herrsche? Fülle dein Horn mit Öl und geh. Ich werde dich zu Isaï, dem Bethlehemiter, senden, denn ich habe unter seinen Söhnen einen König für mich ausersehen.“ 2 Aber Samuel sagte: „Wie kann ich gehen? Hat Saul einmal davon gehört, wird er mich bestimmt töten.“ Und Jehova sprach weiter: „Eine junge Kuh von der Rinderherde solltest du mit dir nehmen, und du sollst sagen: ‚Um für Jehova zu opfern, darum bin ich gekommen.‘ 3 Und du sollst Isaï zum Schlachtopfer rufen; und ich meinerseits werde dich erkennen lassen, was du tun solltest, und du sollst mir den salben, den ich dir bezeichne.“

4 Und Samuel ging daran, zu tun, was Jehova geredet hatte. Als er nach Bethlehem kam, begannen die älteren Männer der Stadt, als sie ihn trafen, zu zittern, und so sprachen sie: „Bedeutet dein Kommen Frieden?“ 5 Darauf sagte er: „Es bedeutet Frieden. Um für Jehova zu opfern, darum bin ich gekommen. Heiligt euch, und ihr sollt mit mir zum Schlachtopfer kommen.“ Dann heiligte er Isaï und seine Söhne, worauf er sie zum Schlachtopfer rief. 6 Und es geschah, als sie hereinkamen und er Eliab erblickte, daß er sogleich sagte: „Gewiß ist vor Jehova sein Gesalbter.“ 7 Aber Jehova sprach zu Samuel: „Schau nicht auf sein Aussehen und auf die Höhe seines Wuchses, denn ich habe ihn verworfen. Denn nicht wie der Mensch sieht, [sieht Gott,] denn der Mensch sieht das, was vor den Augen erscheint; Jehova aber, er sieht, wie das Herz ist.“ 8 Dann rief Isaï Abinadab und ließ ihn vor Samuel vorübergehen, doch sagte er: „Auch diesen hat Jehova nicht erwählt.“ 9 Als nächsten ließ Isaï Schamma vorübergehen, aber er sprach: „Auch diesen hat Jehova nicht erwählt.“ 10 So ließ Isaï sieben seiner Söhne vor Samuel vorübergehen; immer noch sagte Samuel zu Isaï: „Jehova hat diese nicht erwählt.“

11 Schließlich sprach Samuel zu Isaï: „Sind dies alle Knaben?“ Darauf sagte er: „Der jüngste ist bis jetzt übrig, und siehe, er weidet die Schafe.“ Hierauf sprach Samuel zu Isaï: „Sende hin, und hol ihn, denn wir werden uns nicht zum Mahl setzen, bis er hierherkommt.“ 12 Demzufolge sandte er hin und ließ ihn kommen. Nun war er rötlich, ein junger Mann mit schönen Augen und von gutem Aussehen. Dann sprach Jehova: „Steh auf, salbe ihn, denn er ist es!“ 13 Daher nahm Samuel das Ölhorn und salbte ihn inmitten seiner Brüder. Und der Geist Jehovas begann von jenem Tag an über David wirksam zu sein. Später stand Samuel auf und ging seines Weges nach Rama.

14 Und was den Geist Jehovas betrifft, er wich von Saul, und ein schlechter Geist von Jehova aus jagte ihm Schrecken ein.

 

Nach der Salbung wandelte Jahwe das Herz Sauls um. Darunter könnte man verstehen, daß er in ihm einiges aktivierte oder anschloß. Er besaß nun Fähigkeiten, die über die normalen hinausgingen. Von Stund an hatte er auch einen ganz besonderen Draht nach oben. Und sein Volk bemerkte die Veränderung in seiner Persönlichkeit.

Wurde nicht auch in Verbindung mit Jesus manches aktiviert als er damals mit etwa 30 Jahren 40 Tage lang in der Wildnis gefastet hatte? Vorher unterschied sich Jesus äußerlich und was seine Fähigkeiten anging (gemäß der Bibel), nicht sonderlich von ganz normalen Menschen.

 

Auch über David wurde Jahwes Geist wirksam. Gleichzeitig wurde dieser aber von Saul fortgenommen.

 

Das Neue Testament sieht in David ebenfalls einen Propheten (Apg 2:30), einen "Mann nach Gottes Herzen".

 

Apg 13 (Schlachter)

21. Und von da an begehrten sie einen König, und Gott gab ihnen Saul, den Sohn des Kis, einen Mann aus dem Stamme Benjamin, vierzig Jahre lang.

22. Und nachdem er ihn auf die Seite gesetzt hatte, erweckte er ihnen David zum König, von dem er auch Zeugnis gab und sprach: «Ich habe David gefunden, den Sohn des Jesse (Isais), einen Mann nach meinem Herzen, der allen meinen Willen tun wird.»

23. Von dessen Nachkommen hat nun Gott nach der Verheißung Jesus als Retter für Israel erweckt,

 

David war also der zweite direkt von Gott eingesetzte König. Die Regel, daß das Königsamt durch Erbfolge erfolgt, wurde hier von Jahwe außer Kraft gesetzt. Durch das genetische Erbe lassen sich zwar Körpermerkmale vererben, nicht aber die Seele. Diese wiederum ist nicht an die natürliche Erbfolge gebunden. Erst Geist und Seele machen einem zu dem, der man ist.

 

Jetzt wird der aufmerksame Leser einwänden: Der Bezug zur Wiedergeburt reicht im Falle Davids nicht.

Wir müssen also einen anderen Hinweis mit verarbeiten, nämlich den der zwei Zeugen, der zwei Olivenbäume, der zwei Ölbäume bzw. den der zwei Gesalbten.

 

Offenbarung 11:3-4 (Luther)

3 Und ich will meinen zwei Zeugen Macht geben, und sie sollen weissagen tausendzweihundertundsechzig Tage lang, angetan mit Trauerkleidern.

4 Diese sind die  zwei Ölbäume und die zwei Leuchter, die vor dem Herrn der Erde stehen.

 

Diese beiden Gesalbten haben also in den Tagen des Endes noch einen Auftritt.

 

Nur zwei Könige wurden von Jahwes Propheten Samuel gesalbt: Saul und David.

(Hinweis: Eine ausführlichere Dokumentation dieses Themas ist von mir in dem Dokument (die zwei Zeugen)  erstellt worden)

 

Sie leben in der Endzeit

(10.) Daniel

Von Saul zu Daniel ist es gar nicht weit. Auch Daniel war (im Exil) am Hofe des Königs von Babylon Repräsentant seines Gottes. (Dem aufmerksamen Leser mag jetzt wieder ein Schleier fallen.)

 

Über eine Wiedergeburt Daniels in der Endzeit lesen wir folgenden bekannten Bibelbericht.

 

Daniel 12 (Schlachter)

9. Er sprach: Gehe hin, Daniel! Denn diese Worte sind verborgen und versiegelt bis auf die letzte Zeit.

10. Viele sollen gesichtet, gereinigt und geläutert werden; und die Gottlosen werden gottlos bleiben, und kein Gottloser wird es merken; aber die Verständigen werden es merken.

11. Und von der Zeit an, da das beständige [Opfer] beseitigt und der Greuel der Verwüstung aufgestellt wird, sind 1290 Tage.

12. Wohl dem, der ausharrt und 1335 Tage erreicht!

13. Du aber gehe hin, bis das Ende kommt! Du darfst nun ruhen und sollst dereinst auferstehen zu deinem Erbteil am Ende der Tage.

 

Der Engel verspricht Daniel, daß er am Ende der Tage dabei sein darf. Es geht hier auch um sein Erbteil. Offensichtlich hat Daniel etwas zu bekommen, was mit dem Ende der Tage zu tun hat. Wahrscheinlich geht es bei ihm (er ist einer der zwei Zeugen) um die Ergebnisse, die sein Volk gezeitigt hat.

Vergleichen wir das Gleichnis Jesu:

 

Math 13 (Schlachter)

24. Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Himmelreich ist gleich einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte.

25. Während aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut mitten unter den Weizen und ging davon.

26. Als nun die Saat wuchs und Frucht ansetzte, da zeigte sich auch das Unkraut.

27. Und die Knechte des Hausherrn traten herzu und sprachen: Herr, hast du nicht guten Samen in deinen Acker gesät? Woher hat er denn das Unkraut?

28. Er aber sprach zu ihnen: Das hat der Feind getan! Da sagten die Knechte zu ihm: Willst du nun, daß wir hingehen und es zusammenlesen?

29. Er aber sprach: Nein! damit ihr nicht, indem ihr das Unkraut zusammenleset, zugleich mit ihm den Weizen ausraufet.

30. Lasset beides miteinander wachsen bis zur Ernte, und zur Zeit der Ernte will ich den Schnittern sagen: Leset zuerst das Unkraut zusammen und bindet es in Bündel, daß man es verbrenne; den Weizen aber sammelt in meine Scheune!

 

Dies ist eines von vielen weiteren Gleichnissen, welche Jesus zum Thema Ernte erzählte.

Die Zeit vor dem Ende ist die Erntezeit. Also wird Daniel in dieser Zeit hier auf Erden aufstehen zu seinem Erbteil.

Das heißt nichts anderes, als daß Daniel in der Zeit des Endes auf der Erde als Mensch wiedergeboren werden wird. (Wohl eher schon geboren wurde!)

 

(11.) Johannes der Täufer I

Den besten (deutlichsten und bekanntesten) Hinweis in Sachen Wiedergeburt erfahren wir im Zusammenhang mit Johannes dem Täufer. Bei allen übrigen Hinweisen müssen wir noch etwas mitdenken. Das ist hier nicht erforderlich.

 

Dem Volk der Juden muß es eine Prophezeiung besonders angetan haben. Es sind die letzten Worte im Buche des Propheten Maleachi. (Andere nichtbiblische Bücher haben ebenfalls Elia(s) oft zum Thema.)

 

Maleachi (Schlachter)

23. Siehe, ich sende euch den Propheten Elia, ehe denn da komme der große und furchtbare Tag des HERRN;

24. der soll das Herz der Väter den Kindern und das Herz der Kinder wieder ihren Vätern zuwenden, damit ich bei meinem Kommen das Land nicht mit dem Banne schlagen muß!

 

Genau wie Daniel soll auch Elias noch vor dem Ende kommen, also offensichtlich wiedergeboren werden!

Das war damals gesichertes Wissen.

 

(12.) Alle werden ihn sehen

Offenbarung 1:7
(Hoffnung für alle)

Seht! Jesus Christus wird - für alle sichtbar - wiederkommen. Alle Menschen werden ihn sehen, auch die, die ihn ans Kreuz geschlagen haben. Dann werden alle Völker dieser Erde jammern und klagen. Das ist ganz sicher!

 

(Einheitsübersetzung)

Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch alle, die ihn durchbohrt haben; und alle Völker der Erde werden seinetwegen jammern und klagen. Ja, amen.

 

Christus kommt wieder und zwar sichtbar für jedermann. Genau das ist die Aussage aus Offenbarung 1:7. Darin sind sich ausnahmsweise auch alle Bibelübersetzer einig.

Auch jene, die ihn einst durchbohrten, sollen ihn dann zu Gesicht bekommen. Da liegt es doch auf der Hand, daß sie sich erneut in einem Erdenkleid befinden.

Durch die Medien (z.B. das Fernsehen), erfahren sie, was sich so alles auf der Welt tut. Irgendwann werden sie mit der Nachricht konfrontiert werden, daß Christus sich in leibhaftiger Gestalt erneut der Erdenmenschheit zu erkennen gibt. – Was spricht übrigens dagegen???

Ob es ihnen dann allerdings aus ihrem Unbewußten in den Sinn kommt, daß sie es waren, die einst an der Tötung des Christus Gottes beteiligt waren, vermag ich nicht zu sagen. Anzunehmen wäre allerdings, daß sie in ihrem jetzigen Leben irgendwie wieder gegen ihn Stellung bezogen haben, wie sie dies wahrscheinlich in vielen ihrer zurückliegenden Leben getan haben.

 

(13.) Dieses Geschlecht wird nicht vergehen

Matthäus 24:34

Scofield

34. Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis dies alles geschehen ist.

 

Ein Bibeltext, der schon einigen Theologen Kopfzerbrechen bereitet hat. Man sucht nach Erklärungen, um einen angeblichen Widerspruch zu lösen.

 

 (mehr Details)

"Erklärungsversuche zu Matthäus 24:34"

 

 

Warum nur so kompliziert, wenn es doch auch ganz einfach gehen könnte? (Nämlich mit der Wiedergeburt.)

Jene die damals auf Erden lebten und die Geschehnisse um Jesus miterlebt hatten bzw. daran sogar aktiv beteiligt waren, sind erneut als Menschen auf der Erde und Zeugen der Ereignisse im 21. Jahrhundert.

Das Geschlecht aus dem ersten Jahrhundert lebt heute munter unter uns!

 

(14.) Die 144000

Auch am Beispiel der sogenannten Auserwählten kann man Rückschlüsse auf die Wiedergeburt ziehen.

In Offenbarung 7 wird das Versiegeln der 144000 beschrieben.

 

Offenbarung 7 (Gute Nachricht)

3 und sagte: »Verwüstet weder das Land noch das Meer, noch die Bäume! Erst müssen wir die Diener unseres Gottes mit dem Siegel auf der Stirn kennzeichnen

 

Das Siegel wird ganz offenbar bei jenen angebracht, die jetzt auf der Erde in der Zeit der großen Prüfungen leben.

Tatsache ist jedoch, daß sie tatsächlich zu jeder Zeit hier auf Erden präsent waren aber nicht nur ein kleiner Teil, sondern immer fast alle. Damals schon waren genau 144000 in den Stämmen der Israeliten inkarniert. Diese waren gleichmäßig auf die 12 Stämme Israels verteilt. (Die Offenbarung spricht von den verschiedenen Stämmen Israels. Diese sind heute nicht mehr rekonstruierbar. Ihre Spuren sind bereits seit Tausenden von Jahren verwischt!) Wir müssen diese auch nicht zwangsläufig unter den natürlichen Juden suchen (auch diese sind ja auf die ganze Erde verstreut worden). Schon Paulus gab uns den Hinweis, daß ....

 

Röm 2:28 (Einheitsübersetzung)

Jude ist nicht, wer es nach außen hin ist, und Beschneidung ist nicht, was sichtbar am Fleisch geschieht,

 

Über die Zeiten ist eine Seele nicht an ein Volk oder einen Erdteil gebunden. Wenn die Aufgaben in einer bestimmten Region erfüllt sind, wird sich die Seele oder ganze Seelengemeinschaften anderswo ins Getümmel (Leben) stürzen. 

 

Das Siegel soll an der Stirn angebracht werden. Verstorbenen wird man wohl schwerlich ein Siegel aufdrücken. Mir sind keine Schriftstellen bekannt, aus denen hervorgehen würde, daß das Versiegeln der Auserwählten schon zu Zeiten der Patriarchen vonstatten ging.

 

Außerdem werden in der Offenbarung Kap. 7 die 144.000 im Zusammenhang mit der großen Volksmenge genannt. Diese Menschen haben sich ebenfalls Christus als ihrem Retter anvertraut.

Dann folgt im Vers 14 der Hinweis, daß sie aus der großen Drangsal kommen.

 

Die 144000 leben jetzt unter uns, genauso wie sie es zur Zeit des Wirkens Jesu taten. Sie waren im Mittelalter präsent. Jene waren es, die damals zu Tausenden auf den Scheiterhaufen lichterloh brannten. Zu jeder Zeit versuchte man ihren Einfluß zu unterbinden. Der Hebräerbrief  Kap. 13 ist ein Zeugnis ihres Leidensweges durch die Zeiten ihrer Geschichte.

Und erst heute wird es sich zeigen, ob ihnen das Siegel zu einer besonderen Berufung aufgedrückt werden kann.

Mehr über dieses Volk der 144000 habe ich in einem gesonderten Dokument erstellt.

(die 144000) 

 

(15.) Die zwei Zeugen

Vergessen dürfen wir auch nicht die zwei Zeugen aus Offenbarung Kapitel 11. Sie gehören ebenfalls zu jenen, die in der Endzeit im Fleische hier auf Erden inkarniert sein werden. (Siehe auch Kap. 8 und 9 oder das Dokument die zwei Zeugen)

 

Die zwei Zeugen sind nach Christus wohl die beiden wichtigsten Inkarnationen hoher Wesenheiten hier auf Erden.

Wer sie sind läßt sich durch die Vergleiche verschiedener Bibelstellen herausfinden, denn sie werden unter ganz unterschiedlichen Begriffen geführt.

Als da sind:

1. Offenbarung Kap. 11            zwei Zeugen                zwei Olivenbäume (Ölbäume)

2. Sacharja Kap. 4                     die zwei Gesalbten      zwei Olivenbäume

 

Offb 11:3-12(Schlachter)

3. Und ich will meinen zwei Zeugen verleihen, daß sie weissagen sollen tausendzweihundertsechzig Tage lang, angetan mit Säcken.

4. Das sind die zwei Ölbäume und die zwei Leuchter, die vor dem Herrn der Erde stehen.

5. Und wenn jemand sie schädigen will, geht Feuer aus ihrem Munde und verzehrt ihre Feinde; und wenn jemand sie schädigen will, muß er so getötet werden.

6. ... ... ...

 

Sacharja 4:3-14 (NW)

3 Und da sind zwei Olivenbäume neben ihm, einer auf der rechten Seite der Schale und einer auf ihrer linken Seite.“

4 Dann antwortete ich und sprach zu dem Engel, der mit mir redete, indem [ich] sagte: „Was bedeuten diese [Dinge], mein Herr?.....

11 Und ich antwortete dann und sprach zu ihm: „Was bedeuten diese zwei Olivenbäume auf der rechten Seite des Leuchters und auf seiner linken Seite?.....

13 Da sprach er zu mir: „Weißt du wirklich nicht, was diese [Dinge] bedeuten?“

Darauf sagte ich: „Nein, mein Herr.“

14 Daher sprach er: „Dies sind die zwei Gesalbten, die neben dem Herrn der ganzen Erde stehen.“

(Schlachter: Das sind die beiden Gesalbten, welche vor dem Herrscher der ganzen Erde stehen.)

 

Christus ist ein Gesalbter. Ein anderer ist Johannes d. Täufer. Er gilt als der ranghöchste Erdling.

 

Matthäus 11:8-15 (NW)

10 Dieser ist es, von dem geschrieben steht: ‚Siehe! Ich selbst sende meinen Boten vor deinem Angesicht her, der deinen Weg vor dir bereiten wird!‘ 11 Wahrlich, ich sage euch: Unter den von Frauen Geborenen ist kein Größerer erweckt worden als Johannes der Täufer; doch jemand, der ein Geringerer ist im Königreich der Himmel, ist größer als er.

Interessanter Gedanke, folgende Interpretation wäre denkbar: Johannes ist normalerweise eine höhere Wesenheit als Christus. Nur die Umstände haben offenbar dazu geführt, daß zwischenzeitlich Jesus wichtiger geworden ist. Auch hier ist uns noch vieles nicht bekannt gemacht worden, was Licht auf dieses Paradox werfen würde.

 

"Dies sind die zwei Gesalbten, die neben dem Herrn der ganzen Erde stehen", so schreibt es Sacharja.

Da Jesus der Herr der Erde sein soll, bliebe da noch Platz für einen weiteren Kandidaten (einen dritten Gesalbten)!

Dennoch sind die beiden Gesalbten längst in Erscheinung getreten, und wir alle sollten sie kennen.

Ich denke da an die ersten beiden Könige der Hebräer.

 

Diese beiden waren die Gesalbten Gottes (die zwei Zeugen) in einer früheren Inkarnation.

Siehe hierzu auch: Kap.8 König Saul und Kap.9 König David.

 

Inkarnationen

(16.) Am Beispiel Jesu

Warum nicht auch das Beispiel Jesu als Beweis für die Wiedergeburtslehre heranziehen? Es stimmt zwar, daß sich in seinem Falle einiges anders verhält.

Dennoch wurde er uns Menschen gleich, bis hin zur Geburt in einem Menschenleib. Er hätte sicherlich auch in der Gestalt eines Engels zu uns kommen können, um eine gewisse Zeit auf Erden zu wirken.

Nein, er wurde uns gleich. Er inkarnierte in einem Erdenkörper. Genau das gleiche macht jeder, der hier als Mensch zur Welt kommt. Es ist völliger Unsinn anzunehmen, daß mit jeder Zeugung / Geburt ein ganz neues Individuum ins Dasein tritt.

Wenn also sowieso jeder Mensch inkarnieren muß, spricht doch nichts dagegen, daß er oftmals reinkarnieren muß / darf / kann. (Da Jesus inkarnierte, und er den Menschen gleich wurde, können wir im Umkehrschluß folgern, daß auch jeder Erdling zwangsläufig inkarnieren muß.)

 

Da die Bibel deutlich bezeugt, daß Jesus einen präembryonalen Zustand hatte, kommt man nicht umhin, Jesus zuzugestehen, daß er als Mensch inkarnierte, d.h., er gab sein vorgeburtliches Dasein in einer anderen Daseinssphäre auf und wurde als Mensch geboren. Damit dies möglich sein konnte, mußte er sich erniedrigen bis auf die Ebene der Menschen hinunter. Dieses wird sogar von fast allen christlichen Glaubensgemeinschaften so akzeptiert.

 

Belegstellen und weitere Informationen unter: "Jesu Erniedrigung"

 

(17.) Am Beispiel des Widersachers

Nicht nur Jesus, sondern auch sein Gegenspieler schien öfter auf der Erde als Mensch inkarniert gewesen zu sein.

So war er höchstwahrscheinlich einmal Fürst / König von Tyrus. Hesekiels Hinweise outen ihn eindeutig als einen gefallenen Engel. Nicht irgendeinen, denn gefallene Engel gibt es viele. Es handelt sich hier um jenen, der Gottes Machtansprüche abstritt.

 

Hes 28,2 (jeweils Scofield)

Menschensohn, sage zum Fürsten von Tyrus: So spricht der Herr, HERR: Weil dein Herz hoch hinaus will und du sagst: "Gott bin ich, den Wohnsitz der Götter bewohne ich im Herzen der Meere!" - während du ‹doch nur› ein Mensch bist und nicht Gott; du aber erhebst dein Herz, als wäre es Gottes Herz -

 

Hes 28:14

Du warst ein mit ausgebreiteten ‹Flügeln› schirmender Cherub, und ich hatte dich ‹dazu› gemacht; du warst auf Gottes heiligem Berg, mitten unter feurigen Steinen gingst du einher.

 

Jes14:13

Und du, du sagtest in deinem Herzen: "Zum Himmel will ich hinaufsteigen, hoch über den Sternen Gottes meinen Thron aufrichten und mich niedersetzen auf den Versammlungsberg im äußersten Norden.

 

Hier ist nicht nur von einem größenwahnsinnigen Herrscher die Rede, der meint, er sei ein Gott. Hesekiel 28:14 zeigt, daß er einst ein Cherub war. Cherube wiederum sind meines Erachtens die höchsten Wesenheiten nach Gott, von denen in der Bibel die Rede ist. Das alles trifft genau auf den großen Gegenspieler Gottes zu.

 

Wenn man weiter sucht, würden sich sicherlich auch noch Hinweise auf Inkarnationen anderer gefallener Engel finden. Apokryphe Schriften zeigen, daß es Hinweise dieser Art tatsächlich gab. Die Bibel jedoch scheint einer intensiven Zensur unterzogen worden zu sein. Erst als bereinigte Version gab es das OK für eine milliardenschwere Auflage.

Wir können also nur dort fündig werden, wo die "Wächter" etwas übersehen haben.

 

(18.) Johannes der Täufer II

Jesus hat Johannes auch einwandfrei als Elias geoutet.

(Siehe die Belegstellen: Johannes / Elias – am Ende dieses Kapitels.) - Es handelt sich hier nur um eine kleine Auswahl.

 

Wörtlich sagt er bei Matthäus 11: "Und wenn ihr es annehmen wollt: er ist der Elia, der da kommen soll."

 

Jesus zeigt durch seine Wortwahl, daß er nicht davon ausgehen konnte, daß alle seine Zuhörer sich in Sachen Wiedergeburt auskannten. Offenbar war es aber in diesem Zusammenhang nicht sein Anliegen, weiter darauf einzugehen. Er hat den Hinweis ganz nebenbei gegeben. Wer es glauben kann, der soll es annehmen und wer nicht, der eben nicht.

 

In Matthäus Kap. 17 gibt uns Jesus sogar einen Hinweis auf ein zweimaliges Kommen des Elias. Einmal soll er in der Zukunft kommen (am Ende der Tage) und das andere Mal war er als Johannes der Täufer schon da!!!

 

Es versteht sich von selbst, daß christliche Kommentatoren aus den verschiedensten Lagern natürlich versucht haben, diesen Text in ihrem Sinne zu kommentieren!

 

Sie mögen z.B. auf Lukas Kap. 1:17 hinweisen, in dem Johannes "mit Elias Geist und Kraft" vor dem Messias herging,

 

Anmerkung von mir: Er ging nicht nur mit seinem Geist und seiner Kraft vor, er war es leibhaftig! Daß er das selber nicht wußte, ändert am Sachverhalt nichts. Die Vorleben sind einem fast immer verborgen. Doch Jesus hatte Quellen aus denen er sein Wissen bezog. Will man allen Ernstes das, was Jesus sagte, in Frage stellen?

 

Belegstellen zu Johannes / Elias:

Matthäus 11 (Schlachter)

Elias der größte aller Propheten

8. Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Einen Menschen, mit weichen Kleidern angetan? Siehe, die weiche Kleider tragen, sind in den Häusern der Könige!

9. Oder was seid ihr hinausgegangen? Wolltet ihr einen Propheten sehen? Ja, ich sage euch, einen, der mehr ist als ein Prophet!

10. Denn dieser ist's, von dem geschrieben steht: «Siehe, ich sende meinen Boten vor deinem Angesichte her, der deinen Weg vor dir bereiten soll.»

11. Wahrlich, ich sage euch, unter denen, die vom Weibe geboren sind, ist kein Größerer aufgetreten, als Johannes der Täufer. Doch der Kleinste im Himmelreich ist größer als er.

12. Aber von den Tagen Johannes des Täufers an bis jetzt leidet das Himmelreich Gewalt, und die, welche Gewalt anwenden, reißen es an sich.

13. Denn alle Propheten und das Gesetz bis auf Johannes haben geweissagt.

14. Und wenn ihr es annehmen wollt: er ist der Elia, der da kommen soll.

 

Matthäus 17 (Schlachter)

Die Umgestaltungsgeschichte. Elias soll mehrmals kommen.

3. Und siehe, es erschienen ihnen Mose und Elia, die redeten mit ihm.

4. Da hob Petrus an und sprach zu Jesus: Herr, es ist gut, daß wir hier sind! Willst du, so baue ich hier drei Hütten, dir eine, Mose eine und Elia eine.

Als er noch redete, siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke, und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist

.....

10. Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Warum sagen denn die Schriftgelehrten, daß zuvor Elia kommen müsse?

11. Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Elia kommt freilich und wird alles in den rechten Stand setzen;

12. ich sage euch aber, daß Elia schon gekommen ist; und sie haben ihn nicht anerkannt, sondern mit ihm gemacht, was sie wollten. Also wird auch des Menschen Sohn von ihnen leiden müssen.

13. Da verstanden die Jünger, daß er zu ihnen von Johannes dem Täufer redete.

 

Markus 8 (Schlachter)

Auch Jesus wurde mit Elias in Verbindung gebracht.

27. Und Jesus ging samt seinen Jüngern hinaus in die Dörfer bei Cäsarea Philippi; und auf dem Wege fragte er seine Jünger und sprach zu ihnen: Für wen halten mich die Leute?

28. Sie antworteten: Die einen sagen, du seiest Johannes der Täufer; und andere, du seiest Elia; andere aber, du seiest einer der Propheten.

 

Joh 1 (Schlachter)

Johannes der Täufer wußte nicht, daß er selbst der Elias ist.

19. Und dies ist das Zeugnis des Johannes, als die Juden von Jerusalem Priester und Leviten sandten, um ihn zu fragen: Wer bist du?

20. Und er bekannte und leugnete nicht; und er bekannte: Ich bin nicht der Christus!

21. Und sie fragten ihn: Was denn? Bist du Elia? Er sprach: Ich bin's nicht! Bist du der Prophet? Er antwortete: Nein!

22. Nun sprachen sie zu ihm: Wer bist du denn? damit wir denen Antwort geben, die uns gesandt haben. Was sagst du über dich selbst?

23. Er sprach: Ich bin «eine Stimme, die da ruft in der Wüste: Ebnet den Weg des Herrn!» wie der Prophet Jesaja gesagt hat.

24. Sie waren aber von den Pharisäern abgesandt.

25. Und sie fragten ihn und sprachen zu ihm: Warum taufst du denn, wenn du nicht der Christus bist, noch Elia, noch der Prophet?

26. Johannes antwortete ihnen und sprach: Ich taufe mit Wasser; aber mitten unter euch steht Einer, den ihr nicht kennt,

27. welcher nach mir kommt, der doch vor mir gewesen ist, für den ich nicht würdig bin, ihm den Schuhriemen zu lösen.

28. Dieses geschah zu Bethabara, jenseits des Jordan, wo Johannes taufte.

 

In Verbindung mit der Karmalehre

(19.) In Sünde geboren

Math 1:21 (Einheits)

21 Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen.

 

Unsere Erbsubstanz wird nicht 100%ig in Ordnung sein. Da haben sich in den vergangenen Tausenden von Jahren (der Menschheitsgeschichte) manche Erbschäden eingeschlichen, d.h., wir verfügen nur (noch) über defektes Genmaterial, und nur solches können wir an unsere Kinder weitergeben.

Wir sind folglich mit Erbschäden behaftet, wenn wir zur Welt kommen. Aber ich gehe davon aus, daß das nicht das ist, was mit "in Sünde geboren" gemeint ist.

"In Sünde geboren" wird auch nicht durch einen "sündigen" Geschlechtsakt herzuleiten sein!

 

Die Sünde war schon da, bevor wir das Licht der Welt erblickten. Irgendwie waren wir vorher schon mit Sünde behaftet. Deswegen sind wir ja hier auf dem Planeten Erde, weil wir mit Sünde behaftet sind.

Weitere Details dazu unter: "Karma"/ das Thema »Schuld«

 

(20.) Verloren

Matth. 18:11 (Elberfelder)

Denn der Sohn des Menschen ist gekommen, das Verlorene zu erretten.

 

Wir sind verloren, wir sind das verlorene Schaf. Das läßt sich aber nicht von einem einzigen Leben herleiten. Da muß einiges geschehen sein, daß wir als Menschen der Erde auf verlorenem Posten stehen, wenn nicht ...

 

Weitere Details dazu unter: "Karma"/ das Thema »der verlorene Sohn«

 

(21.) Blindgeboren

Joh 9 (Luther)

1 Und Jesus ging vorüber und sah einen Menschen, der blind geboren war.

2 Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Meister, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, daß er blind geboren ist?

 

Diese Begebenheit bekommt erst im Zusammenhang mit der Wiedergeburt und dem Karmagedanken einen Sinn.

 

Schon die Tatsache, daß man Jesus diese Frage stellte, zeigt die Erwartung, daß auf eine begangene Sünde eine entsprechende Strafe zu folgen hat.

Einem blindgeborenen Menschen wird man wohl kaum aus dem gegenwärtigen Leben eine begangene Sünde zurechnen können, die dieses Krankheitsbild zu verantworten hätte. Könnte die Ursache nicht viel eher aus einem vergangenen Leben herrühren??

 

Weitere Details dazu unter: "Karma"/ das Thema »blind geboren«

 

(…) Edler Körper

 

(Siehe unter dem Abschnitt: Apokryphe Schriften: (A01.) Edler Körper 45

 

(22.) Saat und Ernte

Jedermann dürfte bekannt sein, daß es den "Bösen" oftmals relativ gut geht, wohingegen viele "Gute" ein sehr beklagenswertes Dasein fristen. Das ist ungerecht, dem wird sicherlich jeder beipflichten. Also – gibt es keine Gerechtigkeit auf der Erde?

 

Gal 6:7 (Einheits)

Täuscht euch nicht: Gott läßt keinen Spott mit sich treiben; was der Mensch sät, wird er ernten.

 

Der Volksmund sagt: Kleine Sünden bestraft der Liebe Gott sofort.

In der Tat scheint daran etwas zu sein. Das muß nicht zwangsläufig passieren, aber doch viel zu oft, als daß man immer von Zufall reden könnte.

Es gibt also eine lenkende Kraft, die einen der Tat überführt und mit einer Lektion bedenkt.

Und wie verhält es sich mit den großen Sünden? Manche Sünde könnte man ohnehin in dem verbleibenden Leben nicht einmal ansatzweise begleichen. Diese wird uns wohl in einem der nächsten Leben zu schaffen machen. – Nur so käme das Gesetz von Saat und Ernte auch zum Einsatz.

 

Weitere Details dazu unter: "Karma"/ das Thema »Saat und Ernte«

 

(23.) Talente

Matth 25 (Pattloch)

14 Denn wie bei einem Manne ist es, der außer Landes ging, seine Knechte rief und ihnen sein Vermögen übergab. 15 Einem gab er fünf Talente, dem anderen zwei, dem dritten ein einziges, einem jeden nach seiner Fähigkeit; dann reiste er fort. 16 Der die fünf Talente empfangen hatte, machte sich sogleich daran, handelte mit ihnen und gewann fünf andere hinzu. 17 Ebenso gewann auch der mit den zweien zwei andere hinzu. 18 Jener aber, der ein einziges empfangen hatte, ging hin, grub in die Erde und verbarg das Geld seines Herrn.

 

Der Ausgang des Gleichnisses dürfte bekannt sein (nachzulesen in den Versen 19 – 30)

 

Was versteckt sich hinter diesen Talenten?

Nach der verwendeten Übersetzung ist von den jeweiligen Fähigkeiten die Rede.

Damit haben wir aber nur eine gewisse Äußerlichkeit begriffen. Die Fähigkeiten, die wir haben, hängen ursächlich auch von unserer Stellung zu Gott ab.

Da mag jemand Geld, Wissen und große Fähigkeiten haben. Er kann sogar bemüht sein, Gott einen Dienst zu bereiten. Dennoch sind die Talente dieser Person vielleicht gering, denn ihre Stellung vor Gott mag keine besondere sein.

Und gerade diese "besondere" Stellung die man vor Gott haben mag (man denke an: Paulus, Jeremia, Moses, ...) bringt einen in den Zustand, daß man von Seiten Gottes überhaupt erst mit Talenten bedacht wird.

Auch in diesem Fall heißt das wieder: Diese besonderen von Gott gegebenen Talente, müssen ihren Ursprung in einer weit zurückliegenden Zeit haben. Durch ein wiederholtes Erdenleben kommen wir gewissermaßen wieder an Rechte heran, die man sich ehemals erworben haben mag.

 

Weitere Details dazu unter: "Karma" das Thema »Talente«

 

 

Sie waren vorher schon "wer"

 (24.) Am Beispiel des Paulus

Paulus ist Gott ein auserwähltes Werkzeug. Das sollte einen doch erst einmal verwundern!

Man erwirbt sich Vorteile indem man Gottes Interessen und seine Diener verfolgt und bekämpft? Da kann doch irgend etwas nicht stimmen!

Hätte man nicht wenigstens geringe Vorleistungen in Sachen Gottergebenheit oder so erwarten können, um für Gott etwas ganz Besonderes zu werden? Da müßte sich doch jeder Gläubige veralbert vorkommen, der sich jahrzehntelang für seinen Gott verausgabt. Sei es, daß er missioniert, Bedürftige unterstützt oder andere, dem Glauben wichtige Dinge, verrichtet. Und dann (zu Lebzeiten) als Belohnung völlig leer ausgeht. Ihr seht sicherlich, worauf ich hinaus will.

 

Apg 9 (Luther)

15 Doch der Herr sprach zu ihm: Geh nur hin; denn dieser ist mein auserwähltes Werkzeug, daß er meinen Namen trage vor Heiden und vor Könige und vor das Volk Israel.

16 Ich will ihm zeigen, wieviel er leiden muß um meines Namens willen.

 

Die Wiedergeburtslehre würde sofort Licht auf dieses Problem werfen.

 

Paulus war (ist) eine Wesenheit, die in dem globalen Geschehen, das die Menschheit betrifft, eine Schlüsselrolle spielt. Und so mußte er – nur er ganz alleine – eine Rolle übernehmen, die es ihm ermöglichte, vergangenes Geschehen zu begleichen. Seine Rolle, die er dann als Paulus spielen durfte, war durch seine Vorleben bedingt. – Außer er hätte gekniffen, dann wäre womöglich ein anderer für ihn eingesprungen.

 

Im Brief an die Galater sagt Paulus über sich, daß seine ihm zugedachte Mission schon feststand, als er noch im Mutterleib war!

 

Apg 13:2 (Luther)

Als sie aber dem Herrn dienten und fasteten, sprach der heilige Geist: Sondert mir aus Barnabas und Saulus zu dem Werk, zu dem ich sie berufen habe.

 

Römer 1:1 (Luther)

11 Paulus, ein Knecht Christi Jesu, berufen zum Apostel, ausgesondert, zu predigen das Evangelium Gottes,

 

Gal 1:15 (Luther)

Als es aber Gott wohlgefiel, der mich von meiner Mutter Leib an ausgesondert und durch seine Gnade berufen hat,

 

(25.) Am Beispiel des Jeremia

Jeremias Berufung / Kap. 1 (Luther)

4 Und des HERRN Wort geschah zu mir:

5 Ich kannte dich, ehe ich dich im Mutterleibe bereitete, und sonderte dich aus, ehe du von der Mutter geboren wurdest, und bestellte dich zum Propheten für die Völker.

 

Das ist doch wirklich äußerst aussagekräftig. In Psalm 139:15,16 war die Rede davon, daß Gott schon den Embryo kannte. (Dagegen hätte man argumentieren können, Gottes Allwissenheit hat ihm eben jenes Zukunftswissen ermöglicht.) Hier am Beispiel des Jeremia wurde unmißverständlich gesagt, daß er ihn schon kannte, bevor er ihn im Mutterleib zubereitete, d.h. wohl bevor er überhaupt gezeugt wurde.

Keine Frage, Jeremia hatte vorher schon unzählige Male auf Erden gelebt. Er war ein alter Bekannter, ein alter Streiter für den großen Gott der Götter Jahwe gewesen.

 

 (26.) Im Falle von Moses

Wir finden den entsprechenden Hinweis in der Apostelgeschichte Kapitel sieben.

In manchen Übersetzungen wird man diesen Hinweis gar nicht finden, denn hier steht einfach nur: "Moses war schön", (oder ähnlich).

 

Es gibt hier mehrere Lesarten. Grundsätzlich falsch mögen sie alle nicht sein, dennoch kommt in vielen Übersetzungen ein ganz wichtiger Hinweis über Moses nicht richtig heraus.

Zu bemerken ist, daß viele der Übersetzungen, die das Mosesbaby einfach nur als schön bezeichnen, in einer Fußnote eine bessere Übersetzungsmöglichkeit anbieten.

Ein Baby kann sich nach traditionell kirchlicher Meinung noch nicht aufgrund von Taten besonders hervorgetan haben. Mit gutem Gewissen können wir hier einen (zwar etwas versteckten) Hinweis auf Vorleben (Vorexistenzen) finden.

 

Pattloch

20 Zu dieser Zeit wurde Moses geboren, und er war auserlesen vor Gott. Drei Monate wurde er genährt im Hause des Vaters,

 

Einheits

20 In dieser Zeit wurde Mose geboren, und Gott hatte Gefallen an ihm. Drei Monate lang wurde er im Haus seines Vaters aufgezogen;

 

Eine Übersicht weiterer Lesarten von Apg 7:20 in einem eigenen Dokument ist angedacht.

 

(27.) Gott kennt schon den Embryo

Psalm 139:15,16 (NW)

Mein Gebein war nicht vor dir verborgen,

Als ich insgeheim gemacht wurde,

Als ich in den untersten Teilen der Erde gewirkt wurde.

Deine Augen sahen sogar den Embryo von mir,

Und in dein Buch waren alle seine Teile eingeschrieben hinsichtlich der Tage, da sie gebildet wurden

Und unter ihnen noch nicht einer da war.

 

Ein Schrifttext, der oft zitiert wird, um Gottes Allmacht zu zeigen.

Gibt dieser Text nicht viel mehr Sinn, wenn es sich nicht nur um einige embryonale Zellen handelt, sondern um eine Wesenheit, die erneut zu einem lebensfähigen Wesen heranwächst? Eine Wesenheit, die schon viele Leben gelebt hat, welche Jahwe schon über Äonen hinweg kennt, von der er weiß, zu welcher Persönlichkeit sie sich in dem nun anstehenden Leben entwickeln wird?

Eine Persönlichkeit also, die bereits einen Namen hat. Daß in diesem Zusammenhang auch noch ein Buch genannt wird, läßt sicherlich auch den Schluß zu, daß in diesem etwas von all den Taten in früheren Leben steht. Abwegig wäre, hier einen Hinweis auf die Chromosomen zu sehen, die einen gewissen Einfluß auf unsere Körperlichkeit haben.

 

 (28.) Sie lebten einst schon

Im Sinn habe ich die Auserwählten bzw. die sogenannten 144000.

In der Bibel, genauer im NT, werden die Menschen ganz vereinfacht ausgedrückt, in drei Gruppen eingeteilt:

 

·        Eine kleine Herde von nur 144000 Gliedern

·        Eine größere Herde, deren Zahl nicht genannt wird.

·        Übrige Menschen mit keiner besonderen Hoffnung

 

Eine Frage mag einem Bibelleser kommen, der sich näher mit der Thematik dieser 144000 auseinandergesetzt hat.

Warum nur 144000? Warum bekommen diese schon früher Unsterblichkeit, warum gelten diese als makellos? Was macht sie zu etwas Besonderem?

 

Offb 14 (Einheits)

1Und ich sah: Das Lamm stand auf dem Berg Zion, und bei ihm waren hundertvierundvierzigtausend; auf ihrer Stirn trugen sie seinen Namen und den Namen seines Vaters. ...

3 Und sie sangen ein neues Lied vor dem Thron und vor den vier Lebewesen und vor den Ältesten. Aber niemand konnte das Lied singen lernen außer den hundertvierundvierzigtausend, die freigekauft und von der Erde weggenommen worden sind.

4 Sie sind es, die sich nicht mit Weibern befleckt haben; denn sie sind jungfräulich. Sie folgen dem Lamm, wohin es geht. Sie allein unter allen Menschen sind freigekauft als Erstlingsgabe für Gott und das Lamm.

5 Denn in ihrem Mund fand sich keinerlei Lüge. Sie sind ohne Makel.

 

Sie sind an ihrer Stirn gekennzeichnet mit dem Namen Gottes und des Christus. Sie gehören in ganz besonderer Weise zum Vater. Sie sind sein (Volk).

Ein Bauer hat auch in unserer Gegend seine Schafe oder seine Rinder gekennzeichnet, mit einer Nummer auf dem Fell oder einer Markierung an den Ohren. Sie sind so eindeutig dem Besitzer zuzuordnen.

 

Die Beweisführung hat hier erst ihren Anfang gefunden. Das uns überlieferte biblische Material über diese Auserwählten ist so umfangreich, daß ich diesem Themenkomplex eigene Seiten widmen werde..

 

 (...) Ehe die Welt war

 (Siehe unter dem Abschnitt: Apokryphe Schriften: (A04.) Ehe die Welt war 47

 

 (29.) Menschen lebten schon vor Adam

Epheser 1 (Albrecht)

4 Bereits vor Grundlegung der Welt hat er uns auserwählt in Christus, damit wir vor ihm wären heilig und unsträflich.

5 In seiner Liebe hat er uns vorausbestimmt zu seinen Kindern durch Jesus Christus, nach dem Wohlgefallen seines Willens.

6 So wird verherrlicht seine wunderbare Gnade, die er uns hat geschenkt in dem Geliebten.

7 Weil wir mit ihm vereint sind, haben wir Befreiung aus der Schuldhaft durch sein Blut: Vergebung unserer Sünden. So reich ist seine Gnade!

 

Diese Aussage von Paulus enthält einen sehr interessanten Hinweis darauf, daß wir schon öfter gelebt haben!

Wir waren schon da, bevor die Grundlage dieser Erdenwelt einst gelegt wurde. (Matth 25:34) Hier werden offenbar Menschen angesprochen, die vor Äonen auf anderen Welten gelebt haben. Jene Welt mag zerstört worden sein. Wohin nun also mit all den Seelen? Die Erde bot sich als ein neuer Heimatplanet / Schulplanet an.

Hier wurden dann die Grundlagen dafür gelegt, daß hochentwickelte humanoide Lebensformen inkarnieren konnten. (Stichwort: Adam)

Und auch daß Christus in diesem Plan eine primäre Rolle spielen sollte stand damals schon fest.

In Verbindung mit Christus gilt ja, daß er ebenfalls eine wichtige vorirdische Existenz hatte.

(Spr 8:22; Joh 1:10, 8:58, 17:5; Kol 1:16,17; Offb 3:14)

 

(30.) Berufen schon bevor die Welt war

Einen ähnlichen Hinweis wie im Eph 4,1 finden wir auch im Timotheusbrief. Paulus hatte offenbar Einblicke in heilige Geheimnisse, die er stückweise in seinen Briefen einfließen ließ.

 

2.Tim 1:9 (Luther)

Er hat uns selig gemacht und berufen mit einem heiligen Ruf, nicht nach unsern Werken, sondern nach seinem Ratschluß und nach der Gnade, die uns gegeben ist in Christus Jesus vor der Zeit der Welt*,

*(Dietzfelbinger: Vor ewigen Zeiten)

 

Uns ist schon vor ewigen Zeiten nach einem Ratschluß (der Götter?) die Gnade gegeben worden in Christus. Das setzt doch voraus, daß wir damals schon da waren!

 

(31.) Wie starben wir zuvor?

Einen versteckten Hinweis auf eine ganz andere gelebte Lebensform der menschlichen Spezies finden wir im Psalm 82.

 

Ein Psalm der es in sich hat!

Eine genauere Betrachtung siehe unter www.gottwissen.de/bibel/texte/psalm82.htm

Wir erfahren hier einige Details heiliger Geheimnisse. Wir (Menschen) sind nicht nur Götter, Söhne Gottes, sondern haben ganz offensichtlich auch noch eine Vorgeschichte, die sich in anderen (göttlichen) Sphären abgespielt haben muß. Wenn wir (jetzt) wie Menschen sterben sollen - wie starben wir denn zuvor? - Wir hatten offensichtlich ein Dasein vor unserem irdischen Leben. (Ein Leben im Himmel als Söhne Gottes!)

 

Psalm 82 (Züricher)

1 Ein Psalm Asafs.

Gott steht in der Gottesversammlung,

    inmitten der Götter hält er Gericht:

...

6 Ich habe gesprochen: Götter seid ihr

    und Söhne des Höchsten allesamt.

7 Doch wahrlich, wie Menschen sollt ihr sterben

    und wie einer der Fürsten fallen.

 

In Joh 10:33-35 sprach Jesus zu Juden und nahm offenbar Bezug auf Psalm 82:6 wo geschrieben steht, daß ihr (jene, zu denen er sprach) Götter seid.

 

Luzifer ist gefallen, und wir, die einstigen Söhne Gottes, haben uns (ob wir es nun wahr haben wollen oder nicht) einst auf die Seite dieses Rebellen geschlagen, wir folgten ihm und fielen wir er. (Wir sterben alle in Adam?) Wir verloren das Recht, weiterhin unter den heiligen Gottessöhnen zu leben. Uns blieb es nicht erspart, dann in seiner (des Teufels) Welt im Erdenkleide zu leben.

 

Sollten "die Fürsten" in der Mehrzahl gemeint sein, dann wird es sich offenbar um Anführer aus der Zeit vor unserer Geschichtsschreibung handeln, welche sich einst der kosmischen Rebellion des Rebellenfürsten anschlossen.

 

 

Weitere Hinweise

(32.) Beschneidung des Herzens

Römer 2 (Luther)

28 Denn nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist, auch ist nicht das die Beschneidung, die äußerlich am Fleisch geschieht;

29 sondern der ist ein Jude, der es inwendig verborgen ist, und das ist die Beschneidung des Herzens, die im Geist und nicht im Buchstaben geschieht. Das Lob eines solchen ist nicht von Menschen, sondern von Gott.

 

In diesen Worten des Apostel Paulus könnte sich auch ein versteckter Hinweis auf eine Inkarnation verbergen. Ich muß betonen: könnte, denn für diese Aussage wären auch andere Erklärungen denkbar.

Gesetzt den Fall, eine Inkarnation könnte gemeint sein, würden wir einen Hinweis erhalten, daß die Seele sich sehr wohl in unterschiedliche Länder oder Volksstämme inkarnieren kann. Das hieße, die Seele eines Juden (jemand, der viele Generationen hindurch mit dem jüdischen Volk verbunden gewesen war) mag in einem zukünftigen Leben z.B. einmal als Grieche geboren werden. Vom Geiste wäre er ein Jude, vom Fleische aber ein Grieche. Um mit den Worten des Paulus zu reden, wäre seine wahre Identität inwendig verborgen. Das Herz symbolisiert das Innerste, das Zentrum einer Persönlichkeit.

 

(33.) kommt wieder

Wer kennt ihn nicht, den Psalm 90. Ob es die 1000 Jahre sind, die bei Gott nur wie ein einziger Tag sind, ob es die Lebenszeit des Menschen mit gerade einmal 70 Jahren ist, oder der Hinweis, daß Gott schon war, bevor es die Erde gab. Er wird immer wieder gerne zitiert, dieser Psalm, der von Moses geschrieben wurde. Aber einen Hinweis auf die Wiedergeburt wird man geflissentlich übersehen haben. Doch dieser sollte im Vers drei deutlich zu erkennen sein.

Auch der Zusammenhang, daß es hier um Leben und Sterben geht, drängt einem förmlich auf, daß es sich bei dem «Kommt wieder, ihr Menschen nur um ein Wiederkommen in einem neuen Erdenkleid handeln kann.

 

Übrigens sind sich fast alle Bibelübersetzungen in der Wortwahl weitgehend einig.

 

Psalm 90 (Einheits)

1 [Ein Gebet des Mose, des Mannes Gottes.] Herr, du warst unsere Zuflucht von Geschlecht zu Geschlecht.

2 Ehe die Berge geboren wurden, / die Erde entstand und das Weltall, bist du, o Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit.

3 Du läßt die Menschen zurückkehren zum Staub und sprichst: «Kommt wieder, ihr Menschen!»

4 Denn tausend Jahre sind für dich / wie der Tag, der gestern vergangen ist, wie eine Wache in der Nacht.

5 Von Jahr zu Jahr säst du die Menschen aus; sie gleichen dem sprossenden Gras.

6 Am Morgen grünt es und blüht, am Abend wird es geschnitten und welkt.

7 Denn wir vergehen durch deinen Zorn, werden vernichtet durch deinen Grimm.

8 Du hast uns're Sünden vor dich hingestellt, unsere geheime Schuld in das Licht deines Angesichts.

9 Denn all uns're Tage gehn hin unter deinem Zorn, wir beenden unsere Jahre wie einen Seufzer.

10 Unser Leben währt siebzig Jahre, und wenn es hoch kommt, sind es achtzig. Das Beste daran ist nur Mühsal und Beschwer, rasch geht es vorbei, wir fliegen dahin.

 

(34.) fernerhin

Der Hinweis aus der Offenbarung Kap. 22:11 mag nicht ganz eindeutig sein, dennoch verdient er eine gewisse Beachtung.

Der Sinn, der hinter diesen Worten steckt, kann durchaus aus der Sichtweise der Wiedergeburtslehre gemeint sein.

Jemand der dazu neigt ein Übeltäter zu sein, wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch in seinen nächsten Leben in diesem Sinne verfahren. Genauso werden die Guten auch im nächsten Leben wohl gut sein.

Wer im letzten Leben von der Gegenseite angegriffen wurde, vielleicht sogar getötet wurde, der wird wohl auch in diesem Leben erneut von der Gegenseite bekämpft werden.

 

Offenbarung 22 (Albrecht)

9 Er aber sprach zu mir: "Tu das nicht! Ich bin (ja nur) dein Mitknecht und (der Mitknecht) deiner Brüder, der Propheten, und aller, die die Worte dieses Buches zu Herzen nehmen. Bete Gott an!"

10 Dann fuhr er fort: "Versiegele nicht die Worte der Weissagung in diesem Buch, denn die Zeit ist nahe!

11 Der Übeltäter mag noch weiter übeltun, der Schuldbefleckte mag sich weiterhin beflecken. Der Gerechte aber übe auch fernerhin Gerechtigkeit, und der Heilige halte sich auch weiter heilig!"

12 Sieh, ich komme bald und bringe meinen Lohn mit mir, um jedem zu vergelten nach seinen Werken.

 

 (35.) Auge um Auge

Auge um Auge, Zahn um Zahn

So hielt es das Gesetz Mose (3Mose 24) mit Übertretungen. Gleiches sollte mit Gleichem vergolten werden.

Sollte das abschrecken? Wohl kaum, denn man brauchte ja nur mit Gleichem zurückzuzahlen. Überdies bestand, wenn man etwas Unrechtmäßiges getan hatte, immer die Möglichkeit, daß man nicht erkannt wurde.

 

3 Mose 24 (Pattloch)

15 Zu den Söhnen Israels aber sprich: Jeder, der seinem Gotte flucht, lädt Sündenschuld auf sich. 16 Wer den Namen des Herrn lästert, soll des Todes sterben; die ganze Gemeinde steinige ihn! Sei es ein Fremder oder ein Einheimischer, für seine Lästerung des Namens soll er sterben! 17 Erschlägt jemand einen Menschen, soll er des Todes sterben! 18 Wenn er ein Stück Vieh erschlägt, muß er es ersetzen, Stück um Stück. 19 Bringt jemand seinem Nächsten eine körperliche Verletzung bei, soll ihm getan werden, wie er getan hat: 20 Bruch um Bruch, Auge um Auge, Zahn um Zahn! Denselben Körperschaden, den er einem Menschen zugefügt hat, soll man ihm zufügen. 21 Wer ein Stück Vieh erschlägt, muß es ersetzen; wer einen Menschen erschlägt, muß sterben. 22 Einerlei Recht soll für euch gelten, für den Fremden wie für den Einheimischen! Ich bin der Herr, euer Gott!<< 23 Als Moses zu den Israeliten geredet hatte, führten sie den Lästerer vor das Lager hinaus und steinigten ihn. Die Israeliten taten, wie der Herr dem Moses befohlen hatte.

 

Ich sehe in dem Gesetz "Auge um Auge ...." einen deutlichen Hinweis auf das Karmagesetz. Das beinhaltet nämlich die Regel, daß Gleiches mit Gleichwertigem abzugelten ist, d.h. man hat nicht mehr abzubezahlen als man tatsächlich an Schaden verursacht hat. Offenbar wird uns aber von Jesus auch noch einiges erlassen werden, sonst kämen wir aus eigener Kraft niemals von unserem Schuldenberg herunter.

So war das Gesetz nicht die Wirklichkeit selbst, sondern nur ein Schatten oder ein sichtbares Bild der Wirklichkeit. Oder vielleicht auch nur so etwas wie ein Erziehungsmodell.

 

Hebr 8:5 (Luther)

Sie dienen aber nur dem Abbild und Schatten des Himmlischen, wie die göttliche Weisung an Mose erging, als er die Stiftshütte errichten sollte

 

Hebr 10,1 (Luther)

Denn das Gesetz hat nur einen Schatten von den zukünftigen Gütern, nicht das Wesen der Güter selbst. Deshalb kann es die, die opfern, nicht für immer vollkommen machen, da man alle Jahre die gleichen Opfer bringen muß.

 

Einige Menschen werden in der Tat vom Schicksal geplagt. Fast jeder wird in seinem Umfeld solche Menschen kennen. Wie wäre es mit dem Gedanken, daß sie in früheren Leben einiges Unrecht begangen haben? Jetzt versuchen sie vielleicht geduldig ihre mißliche Situation zu meistern. Ihr Leben besteht aus nicht vielen freudvollen Augenblicken. Ihr Leben ist es, Sühne zu leisten.

Ich möchte hier diejenigen warnen, deren Leben viele günstige und glückliche Abschnitte enthält: Treibt keinen egoistischen Mißbrauch mit Euren Möglichkeiten!

Jeder kennt den Spruch: "Kleine Sünden straft der liebe Gott sofort". Und jeder weiß, daß daran etwas Wahres ist. Oftmals folgt die Strafe auf die Tat. Das ist gut so, denn dadurch können viele kleine Fehler gleich abgegolten werden, ohne daß sich unser Karmakonto zusätzlich auffüllt.

Übrigens, auch der Tod wäscht eine Menge Sünden ab. Paulus sprach ja vom Bad der Wiedergeburt. Auch schrieb er in Römer 6: 23, daß der Lohn für die Sünde der Tod ist.

Dennoch bleibt etwas übrig, was wir in den darauffolgenden Leben abzuleisten haben. Dabei geht es in erster Linie nicht darum uns zu strafen, sondern uns zu helfen den richtigen Weg einzuschlagen.

 

 (36.) Bis ins dritte Glied

5.Mose 5:9 (Luther)

9 Du sollst sie nicht anbeten noch ihnen dienen. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen,

 

Auch das ist so ein Text der bei oberflächlicher Betrachtung erkennen lassen würde, daß Gott ungerecht ist, denn was können die Kinder für die Verfehlungen ihrer Eltern? - In der traditionellen Denkweise der christlichen Kirchen läßt sich dafür kein triftiger Grund finden.

Was aber, wenn die Wiedergeburt mit ins Spiel gebracht wird?

Da wären zwei Denkansätze möglich.

·        Es sind nicht die wirklichen (leiblichen) Kinder gemeint, sondern die jeweiligen Wiedergeburten der betreffenden Person, die sich Gottes Mißfallen zugezogen hat.

·        Wenn man aber darauf besteht – weil das so in unseren Übersetzungen steht - , daß die wirklichen Kinder gemeint sind, ist das auch der normale Hergang in der Wiedergeburt, daß man meist wieder in der Familie (Seelenbande) inkarniert. Das bedeutet also, der Bösewicht kann sein eigener Enkel (zweite Generation), Urenkel (dritte Generation), und Ururenkel (vierte Generation), sein. Theoretisch wäre sogar eine Wiedergeburt im ersten Glied möglich, ist aber eher unwahrscheinlich.

 

Man kann also seinem Schicksal nicht davonlaufen. Spätestens im nächsten Leben müssen wir damit rechnen, daß uns unsere Vergangenheit einholt.

 

(37.) Die Schlange zur Frau

1Mose 3 (Elberfelder rev.)

2 Da sagte die Frau zur Schlange: Von den Früchten der Bäume des Gartens essen wir;

3 aber von den Früchten des Baumes, der in der Mitte des Gartens <steht>, hat Gott gesagt: Ihr sollt nicht davon essen und sollt sie nicht berühren, damit ihr nicht sterbt!

4 Da sagte die Schlange zur Frau: Keineswegs werdet ihr sterben!

 

Ein Bibeltext der beim ersten Hinschauen die Schlange (Satan) als Lügner hinstellt, denn sterben müssen wir alle.

Aber könnte es nicht sein, daß der Verführer das Geschehen aus einer ganz anderen Perspektive betrachtete?

Denn sterben wir mit dem Tode wirklich? Darüber, daß irgend etwas weiter lebt, sind sich fast alle einig (außer z.B. den Zeugen Jehovas).

Im Sinne einer Wiedergeburtslehre legt man den verbrauchten Körper zur bestimmten Zeit ab und erhält dann irgendwann einen neuen Körper. Obwohl man also stirbt, lebt man doch weiter, sowohl in einer anderen Wirklichkeit als auch erneut in der uns vertrauten festen Materie.

Haben also beide recht? Sowohl der Teufel als auch Gott? – Jeder wird aus seiner Sicht recht haben können.

Ich erwähne diesen Part nur, um einen weiteren möglichen Hinweis für eine Wiedergeburt zu liefern.

Natürlich könnten wir, wenn wir zwischen den Zeilen lesen, auch den Hinweis finden, Gott hat uns (ganz absichtlich?) etwas vorenthalten, nämlich das Wissen (oder eher den Zugang zu dem Wissen) früherer Leben. Selbstverständlich hatte auch Adam schon vorher gelebt.

 

 (38.) Wiedergeburt war in aller Munde

Matthäus 16 (Luther)

13 Da kam Jesus in die Gegend von Cäsarea Philippi und fragte seine Jünger und sprach: Wer sagen die Leute, daß der Menschensohn sei?

14 Sie sprachen: Einige sagen, du seist Johannes der Täufer, andere, du seist Elia, wieder andere, du seist Jeremia oder einer der Propheten.

15 Er fragte sie: Wer sagt denn ihr, daß ich sei?

16 Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn!

 

Hier wird zwar nicht der normale Erdenmensch angesprochen, sondern Christus der Nazarener. – Doch aufschlußreich sollte die Antwort der damaligen Bevölkerung dennoch sein.

Denn wenn sie sagten, Jesus sei Jeremia, Elia, oder irgendein anderer Prophet gewesen, dann müssen sie doch zweifelsfrei an eine Wiedergeburt der Propheten geglaubt oder diese zumindest für möglich gehalten haben!!!

Wie kann das sein, wenn es bei den Juden damals angeblich den Wiedergeburtsgedanken überhaupt nicht gab? Die Fakten sprechen ganz augenscheinlich dagegen.

Die gleiche Thematik trat übrigens auch in Verbindung mit Johannes dem Täufer auf. Oder denken wir an das Gespräch, das Nikodemus mit Christus führte.

 

(39.) Sünde gegen den Geist

Math 12:32 (Elberfelder rev.)

Und wenn jemand ein Wort reden wird gegen den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden; wenn aber jemand gegen den Heiligen Geist reden wird, dem wird nicht vergeben werden, weder in diesem Zeitalter noch in dem zukünftigen.  

 

Ob sich in dieser Schriftstelle auch ein Hinweis auf die Wiedergeburt versteckt hält, ist vielleicht nicht ganz eindeutig.

Dennoch würde der Hinweis auf zukünftige Zeitalter unter Berücksichtigung der Wiedergeburt eine noch logischere Erklärung finden.

Wenn man z.B. einen Mord begeht, hat man bestimmt eine schwere Sünde begangen. Da es sich hier aber nicht um eine Sünde gegen den Heiligen Geist handelt, wird der Mord von Gott her verziehen werden (können). Möglicherweise wird man aber in einer zukünftigen Zeit, für einen in einem früheren Leben begangenen Mord, etwas zu begleichen haben. Es besteht also noch die Möglichkeit der Wiedergutmachung. Diese besteht bei der Sünde gegen den Heiligen Geist jedoch nicht. Solch eine Sünde wird man weder in einem gerade bestehenden noch in einem zukünftigen Leben begleichen können.

 

(40.) Abraham bekam die Verheißung, daß er es erleben wird

Joh 8:56 (Elberfelder rev.)

Euer Vater Abraham jubelte, weil er meinen Tag sehen sollte. Er sah ihn und freute sich.

 

Offenbar hatte Gott Abraham damals einiges, was ihn betraf, offenbart. Nicht nur, daß sich sein Same mehren sollte; nein seinetwegen durften sich sogar alle Nationen der Erde segnen. (1Mo 22:18)

 

1.Mose 18:17 (Elberfelder rev.)

17 Der HERR aber sprach <bei sich>: Sollte ich vor Abraham verbergen, was ich tun will?  

 

Apg 3:25 (Elberfelder rev.)

Ihr seid die Söhne der Propheten und des Bundes, den Gott euren Vätern verordnet hat, als er zu Abraham sprach: "Und in deinem Samen werden gesegnet werden alle Geschlechter der Erde." 

 

So wird er auch etwas von seinen zukünftigen Leben erfahren haben. Sein (Abrahams Volk) hing ganz von Joshuas Werk und seinem Gelingen ab. Deswegen wird ihm die Zeit, in der Gottes Sohn sein irdisches Werk durchzuführen gedachte, auch ganz besonders am Herzen gelegen haben. Und die Aussicht in dieser geschichtsträchtigen Zeit ebenfalls als Akteur mitwirken zu dürfen, muß ihn sehr gefreut haben. Jesus sagte laut Johannes: "Er sah". Das deutet darauf hin, daß sich die Prophezeiung bezüglich Abrahams bereits erfüllt hatte.

Natürlich wäre auch denkbar, daß Gott ihn damals eine Vision gegeben hat. Definitiv wird das aber in der Bibel nicht gesagt.

(Weitere Belegstellen zum Thema) 

 

(41.) Sie lebten einst auf einer anderen Welt

Hebräer 11 ist das Kapitel, in dem Paulus die Glaubenden der alten Zeit noch einmal Revue passieren läßt.

Was haben sie nicht alles für (Glaubens-) Opfer / Werke dargebracht. Sie betrachteten sich als Fremdlinge hier auf der Erde. Die Erde ist nicht ihre angestammte Heimat. In ihnen brennt die Sehnsucht nach einer besseren Welt (der Stadt Gottes).

Hier haben wir einen (zwar etwas) versteckten Hinweis, daß sie einst eine andere Heimat hatten, die sich nicht auf Erden befunden haben kann. Und wenn ihre Erinnerung daran erhalten geblieben wäre, hätten sie sich nichts sehnlicher gewünscht, als wieder dorthin zurückzukehren. Doch war ein Zurück offenbar nicht sinnvoll, denn ihre alte Heimat gab es wahrscheinlich nicht mehr. …

Man könnte jetzt natürlich argumentieren([i]), die hier genannten Vorkämpfer für den Glauben hatten einst, wie im Falle von Abraham, ihre Heimat verlassen und wären dem Ruf Gottes, in ein anderes Land zu gehen, gefolgt. Doch von den sieben hier genannten Kandidaten trifft das nur auf Abraham zu. Sara natürlich indirekt auch, doch bei ihr wird die Mutterschaft im hohen Alter als Glaubenstat gewürdigt. Und im Falle Henochs kann von einer Entrückung zu Gott hin nicht gesagt werden, daß er sich dort nicht heimisch fühlen würde. – Also kann Paulus nicht im Sinn gehabt haben, daß sie sich hier auf Erden nur deswegen nicht heimisch fühlten, weil sie ihr Heimatland einstmals aufgegeben hatten, denn das trifft nur auf einige wenige Kandidaten zu.

In einer anderen Sache scheinen aber alle diese Leute des Glaubens (auch jene, die in den nachfolgenden Versen noch genannt werden) eine gemeinsame Heimat gehabt haben. Und zwar eine andere Heimatwelt. Die Erde ist nicht ihre Heimat. Hier hat man sie (aus der Not heraus?) hergeschickt. Hier fühlen sie sich als Fremdlinge, denn die Erde ist anders als ihre Heimatwelt. Um es wert zu sein, zu einer noch besseren Heimat zu gelangen, müssen sie sich zunächst aber noch auf der Erde bewähren.

 

 Hebr 11 (Einheits)

13 Voll Glauben sind diese alle gestorben, ohne das Verheißene erlangt zu haben; nur von fern haben sie es geschaut und gegrüßt und haben bekannt, daß sie Fremde und Gäste auf Erden sind.

14 Mit diesen Worten geben sie zu erkennen, daß sie eine Heimat suchen.

15 Hätten sie dabei an die Heimat gedacht, aus der sie weggezogen waren, so wäre ihnen Zeit geblieben zurückzukehren;

16 nun aber streben sie nach einer besseren Heimat, nämlich der himmlischen. Darum schämt sich Gott ihrer nicht, er schämt sich nicht, ihr Gott genannt zu werden; denn er hat für sie eine Stadt vorbereitet.

 

Die Heiligen Gottes lebten also einst auf einer anderen Welt und wurden auf den Planeten Erde inkarniert, in eine Welt, in der sie sich fremd fühlen.

 

 (42.) Ein Gott der Lebenden

Matth. (Züricher)

32 Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs? Er ist nicht ein Gott von Toten, sondern von Lebenden.

 

Eine Bibelstelle, die man schnell einmal überlesen kann, ohne den eigentlichen Sinn zu bemerken.

Natürlich kommt es hier umsomehr auf den Zusammenhang an.

Im Folgevers heißt es:

 

33 Und als die Leute das hörten, gerieten sie ausser sich über seine Lehre.

 

Wenn die Leute über seine Lehre so bestürzt waren, muß er ihnen in einigen Dingen die Augen geöffnet haben und ihnen Dinge erklärt haben, die sie vorher nicht gewußt / verstanden hatten.

Sein Thema war die Auferstehung, im Zusammenhang mit der Frau, die zu Lebzeiten sieben Männer gehabt hatte.

 

29 Jesus aber entgegnete ihnen: Ihr irrt, weil ihr weder die Schriften noch die Macht Gottes kennt.

30 Denn in der Auferstehung heiraten sie nicht, noch werden sie verheiratet, sondern wie Engel im Himmel sind sie.

31 Was aber die Auferstehung der Toten betrifft - habt ihr nicht gelesen, was euch von Gott gesagt ist:

32 Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs? Er ist nicht ein Gott von Toten, sondern von Lebenden.

 

Eigentlich müßte man daraus entnehmen, daß dieser Abraham, Jakob und auch Isaak am Leben waren. Da aber die Zeit für eine Auferstehung in einer anderen Sphäre / Dimension noch nicht stattgefunden hatte, konnte Jesus sich nicht darauf beziehen, daß Abraham in einer anderen Daseinssphäre jetzt sein Leben führte. Folglich kann er nur an einen lebenden Abraham (der jetzt natürlich einen anderen Namen gehabt hat) gedacht haben.

 

(43.) Leichen stehen auf

Jes 26:19 (Elberfelder)

Deine Toten werden lebendig, meine Leichen <wieder> auferstehen. Wacht auf und jubelt, Bewohner des Staubes! Denn ein Tau der Lichter ist dein Tau, und die Erde wird die Schatten gebären.

 

Jes 26:19 (Einheits)

Deine Toten werden leben, die Leichen stehen wieder auf; wer in der Erde liegt, wird erwachen und jubeln. Denn der Tau, den du sendest, ist ein Tau des Lichts; die Erde gibt die Toten heraus.

 

Dieser Text läßt zwar nicht eindeutig auf eine Wiedergeburt schließen, dennoch haben wir hier einen Hinweis darauf, daß bereits Verstorbene im Fleische auferstehen werden. Ein Hinweis darauf, daß es sich bei diesem (zukünftigen) Leben um ein Jenseitiges handeln wird, fehlt.

 

(44.) Verstorbene preisen dich

Ps 88:11 (Elberfelder rev.)

Wirst du an den Toten Wunder tun? Oder werden die Gestorbenen aufstehen, dich preisen?

 

Ps 88:11 (Luther)

Wirst du an den Toten Wunder tun, oder werden die Verstorbenen aufstehen und dir danken? SELA.

 

Ist hier davon die Rede, daß "Tote" Gott preisen werden?

·        Vielleicht werden sie durch ihre zurückliegenden Werke Gott geehrt haben. – Das ist aber offenbar nicht gemeint

·        Preisen sie ihn im sogenannten Jenseits, in einem entkörperten Zustand??

·        Sie sollen ja aufstehen, ist nicht an ein Aufstehen in einem erneuten Erdenkleide das Naheliegendste?

·        Da eine Auferstehung in eine andere Körperlichkeit hinein (wie sie später von Christus und auch von Paulus gelehrt wurden), zur damaligen Zeit noch nicht zum allgemeinen Wissen gehörten, wird wohl eine irdische Auferstehung im traditionellen Sinne gemeint gewesen sein.

 

(45.) Ein Widerspruch als Beweis?

Die Aufzählung begann ich mit einem Argument, welches nur darin bestand, daß es einfach fehlte. So will ich die biblisch begründete Auflistung mit einem Gegenargument beschließen.

 

Hebräer 9 (Elberfelder)

24 Denn Christus ist nicht hineingegangen in ein mit Händen gemachtes Heiligtum, ein Gegenbild des wahren <Heiligtums>, sondern in den Himmel selbst, um jetzt vor dem Angesicht Gottes für uns zu erscheinen,

25 auch nicht, um sich selbst oftmals zu opfern, wie der Hohepriester alljährlich mit fremdem Blut in das Heiligtum hineingeht

26 - sonst hätte er oftmals leiden müssen von Grundlegung der Welt an -; jetzt aber ist er einmal in der Vollendung der Zeitalter offenbar geworden, um durch sein Opfer die Sünde aufzuheben.

27 Und wie es den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht,

28 so wird auch der Christus, nachdem er einmal geopfert worden ist, um vieler Sünden zu tragen, zum zweiten Male ohne <Beziehung zur> Sünde denen zum Heil erscheinen, die ihn erwarten.

 

Eigentlich eine Schriftstelle die ganz und gar das Gegenteil zu belegen scheint. Der Mensch lebt nur ein einziges Mal.

·        Ich habe bereits mehrfach darauf hingewiesen, daß wir leider nie wissen können, welche Bibelstelle tatsächlich als echt zu betrachten ist und welche nicht.

·        Was Paulus betrifft, können wir auch nie ganz sicher sein, ob er nun seine eigene Meinung aufschrieb oder ob es sich tatsächlich um göttliche Inspiration handelte.

·        Außerdem sollte man berücksichtigen, daß der Hebräerbrief von vielen Gelehrten nicht als echt, als nicht von Paulus stammend betrachtet wird.

Wir dürfen an diesem Bibeltext, der angeblich von Paulus stammen soll, nicht allzuviel festmachen. Beachten wir dennoch folgendes:

Christus sollte einmal für die Sünden der Welt sterben und nicht mehrmals, wie es die Menschen in der Wiedergeburt in Folge tun müssen. Warum dann der Hinweis an dieser Stelle? Wenn es normal wäre, daß Menschen nur einmal sterben müßten, ist ein Hinweis darauf, daß auch Christus nur einmal zu sterben braucht, völlig überflüssig.

 

Zunächst finden wir einen versteckten Hinweis darauf, daß man mehrmals lebt, anschließend aber wird dieser Gedanke durch eine absolut gegensätzliche Aussage widerlegt. - Der Verdacht liegt nahe, daß an dieser Stelle nachträglich manipuliert worden ist. Entweder ist der Vers 27 komplett hinzugefügt worden oder es hätte dort genauso stehen können:

>>27 Und wie es den Menschen bestimmt ist, mehrmals zu sterben, danach aber das Gericht<< (Das Gericht würde folglich erst kommen wenn die Wiedergeburtszyklen durchlaufen wären, wenn die Zeit des Gerichts gekommen wäre/ Matth 25:31,32)

 

Gut, vorher gibt es den Vergleich zum Hohepriester, der (symbolisch) einmal jedes Jahr mit fremdem Blut ins Heiligtum ging. Den Symbolgehalt dieser Handlung will ich jetzt aber nicht weiter hinterfragen.

 

 (Die violette Markierung gibt einen versteckten Hinweis auf ein ganz anderes Thema, welches ich hier nicht angesprochen habe)

 

Apokryphe Hinweise

(A01.) Edler Körper

Weisheit 8 (Luther)

19 Ich war aber ein wohlgestalteter junger Mann und hatte eine edle Seele empfangen;

20 oder vielmehr, da ich edel war, kam ich in einen unbefleckten Leib.

21 Als ich aber erkannte, daß ich die Weisheit nicht anders erlangen könnte, als daß Gott sie mir gibt - und es war schon Klugheit, zu wissen, von wem diese Gnadengabe kommt -, da wandte ich mich an den Herrn, betete zu ihm und sprach von ganzem Herzen:

 

Die Weisheit Salomos gehört zwar zum apokryphen Teil der Bibel, doch ist er in vielen Bibelausgaben enthalten.

 

Ein sehr interessanter Hinweis: Man hat einen Einfluß auf seine Körperlichkeit. Die Summe unserer Erdenleben prägt unsere Seele. Im Umkehrschluß wird natürlich das jeweilige Leben von der Seele bestimmt. Salomo weist also daraufhin, daß er vorher (bevor er Salomo war) schon jemand (Edles) gewesen war. Das riecht ein bißchen nach Eigenlob, dennoch wollen wir ihm für diesen Fingerzeig dankbar sein.

 

(A02.) So zu denken ist falsch

Bestimmte Informationen sind regelrecht versteckt und uns vielleicht auch nur deshalb erhalten geblieben.

In dem apokryphen Bibelbuch Weisheit Salomons wird uns gesagt, wie jene denken, die falsch denken. Zum Falschen Denken gehört z.B., daß man durch Zufall geboren wird, aber auch daß man nicht wieder zurückkommt. Wenn das also falsch sein soll (wie es aus dem Zusammenhang hervorgeht), dann haben wir hier ebenfalls einen Hinweis auf so etwas wie eine Wiedergeburt.

 

Weisheit 2 (Einheits)

1 Sie tauschen ihre verkehrten Gedanken aus und sagen: Kurz und traurig ist unser Leben; für das Ende des Menschen gibt es keine Arznei, und man kennt keinen, der aus der Welt des Todes befreit.

2 Durch Zufall sind wir geworden, und danach werden wir sein, als wären wir nie gewesen. Der Atem in unserer Nase ist Rauch, und das Denken ist ein Funke, der vom Schlag des Herzens entfacht wird;

3 verlöscht er, dann zerfällt der Leib zu Asche, und der Geist verweht wie dünne Luft.

4 Unser Name wird bald vergessen, niemand denkt mehr an unsere Taten. Unser Leben geht vorüber wie die Spur einer Wolke und löst sich auf wie ein Nebel, der von den Strahlen der Sonne verscheucht und von ihrer Wärme zu Boden gedrückt wird.

5 Unsere Zeit geht vorüber wie ein Schatten, unser Ende wiederholt sich nicht; es ist versiegelt, und keiner kommt zurück.

 

Es stimmt, daß es in der Bibel auch Aussagen gibt, die genau das Gegenteil besagen (also genau das, was die Falschdenker sagen).

Beispiel wären da z.B. Hiob 7:8-10 oder Prediger 9:6

Doch handelte es sich hier um inspirierte Offenbarungen Gottes? – Es waren lediglich die Ansichten einiger Sterblicher (wenngleich auch solcher die in einer besonderen Beziehung zu Gott standen) über das Leben. Ihre Ansichten (Einsichten) beruhten auf einer teilweisen Wahrheit und der sich daraus ergebenden Philosophie. Vieles war ihnen unbekannt. Selbst Christus hatte seinen Anhängern nur einige Wahrheiten vermittelt.

Alles zu begreifen wären sie damals noch nicht in der Lage gewesen. (Joh 16:12)

Paulus schrieb davon, daß sie stückweise erkennen würden. (1.Kor 13:9-12)

Und für diejenigen, die meinen, sie hätten schon alles erkannt nochmals Paulus: (1Kor 8:2)

 

(A03.) Abbilder von einst

Thomasevangelium 084)

Jesus: Jetzt freut ihr euch, euresgleichen zu sehen. Wenn ihr aber eure Abbilder seht, die vor euch bestanden haben und die weder sterben noch offenbar werden – wieviel könnt ihr ertragen?

 

Welche Abbilder könnte Jesus gemeint haben, wenn er von "euren Abbildern" spricht?

Über die Wiedergeburtslehre wäre diese Aussage, die Thomas Jesus zuschreibt, ganz leicht nachvollziehbar.

Und zwar:

·        Wenn wir ein vergangenes Leben gelebt haben, so ist uns dieses in dieser Wirklichkeit verborgen. (Es wird uns nicht offenbar)

·        Solch ein gelebtes Leben ist ein Bild unserer Seele bzw. unseres ICHs, (ein Bild von einem früher gelebten Leben)

·        Wenn wir dann wüßten, wer wir waren, und welche Taten uns alle zugeschrieben würden (- wieviel könnten wir davon ertragen?)

·        Wir sind längst gestorben, unsere Abbilder sollen aber nicht sterben. – Ein Widerspruch? Wenn man einmal versucht, die Zeit, in die wir eingebunden sind herauszunehmen, dann existiert (von außerhalb der Zeit betrachtet) alles gleichzeitig. Ein fiktiver Betrachter außerhalb von Raum und Zeit würde rein theoretisch alle gelebten Leben ein und derselben Person gleichzeitig nebeneinander sehen können. Auch wenn unsere Stofflichkeit dem Werden und Vergehen unterliegt, so gehen doch unsere Taten mit uns. Daten über gelebte Leben vergehen nicht. (die weder sterben ..) Anders interpretiert, bleiben unsere vergangenen Leben dauerhaft in der Erinnerung Gottes.

 

Eigentlich ein sehr schöner Hinweis darauf, daß man mehrmals lebt; doch so geschickt formuliert, daß man nur sehenden Auges den Sinn dieser Worte sofort erkennt.

 

(A04.) Ehe die Welt war

Das Buch Tobias ist zwar nicht Bestandteil des kanonischen Teils der Bibel, dennoch hat dieses kleine Bibelbuch als sogenannte apokryphe Schrift Eingang in sehr viele Bibelfassungen gefunden.

Weswegen zitiere ich dies Bibelbüchlein an dieser Stelle? Hier wird, wie in mehreren kanonischen Bibelbüchern (wenn auch mit anderen Worten) gesagt: Man lebte schon, bevor man in dem jeweiligen Leben lebte. Und man setzt in zukünftigen Leben nur fort, was man ehedem einmal begonnen hat. Dazu gehören auch Seelenbande; d.h., bestimmte Seelen finden immer wieder zueinander. Im Falle von Sara und Tobias sind es wahrscheinlich dieselben, die in einer früheren Inkarnation Sarai (Sara) und Abraham waren. Die besondere Rolle von Abraham wird ja an unterschiedlichen Bibelstellen betont. Hier haben wir zusätzlich den Hinweis, daß die Existenz Saras bis in Zeiten zurückreicht, als es unsere Welt in dieser Form noch nicht gab. Etwas Ähnliches sagte Jesus über sich in Joh 17:5

 

Tob 6:18 (gute Nachricht)

Bevor du dich dann mit Sara verbindest, müßt ihr beide zuerst beten. Bittet den Herrn, der im Himmel regiert, daß er Erbarmen mit euch hat und euch beschützt.

Du brauchst keine Angst zu haben; Gott hat Sara für dich bestimmt, schon bevor er die Welt geschaffen hat. Du wirst sie von dem bösen Geist befreien, und sie wird mit dir nach Hause ziehen. Ich bin sicher, du wirst mit ihr Kinder haben, die dir deine fehlenden Brüder ersetzen. Sei also unbesorgt

 

Joh 17:5 (Luther)

Und nun, Vater, verherrliche du mich bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war.

 

 

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Es folgen noch einige Belege, die keinen direkten Bezug zur Bibel haben

 

Nichtbiblische Hinweise

 

(S01.) Kurzes  oder langes Leben

Es gibt Menschen, welche schon im Mutterleib sterben. Andere wiederum werden über 100 Jahre alt. Ist das im kirchlichen Sinne logisch???

Einige leben unter angenehmen Bedingungen. Sie haben eine glückliche Kindheit in einem guten Elternhaus, eine glückliche Ehe und ein erfülltes Leben.

Andere haben eine schwere Jugend, leiden unter ständiger Krankheit und werden von einem Unglück nach dem anderen heimgesucht.

Ist es gerecht, wenn jeder dafür den gleichen Lohn erhält?

Das Ganze gibt aber sofort einen Sinn, wenn man davon ausgeht, daß man mehrmals geboren wird. Dann kann man je nach Bedarf die verschiedenen Aspekte des Lebens erfahren, unter jeweils veränderten Bedingungen: Mal gesund, mal kränklich, mal berühmt, mal einer von vielen, einmal reich und im Überfluß und ein anderes Mal bitter arm und Not leidend .........

Man kann sich mit Personen verabreden, die man in bestimmten Lebensabschnitten trifft, entweder um positiv Begonnenes fortzusetzen oder um begangene Fehler wieder gutzumachen.

Unter diesem Gesichtspunkt ist das Leben in der Dreidimensionalität ein spannendes Lernspiel!

 

(S02.) Fehlt noch mehr?

Ich zitiere aus dem Buch: "Das ist mein Wort" (Medial empfangen von Gabriele Wittig)

Kap. 37:8

So müsset ihr durch viele Wandlungen hindurch vollkommen werden; so wie es geschrieben steht im Buche Hiob:

„Ich bin ein Wanderer und wechsle einen Platz nach dem anderen und ein Haus nach dem anderen, bis ich in die Stadt und in das Haus komme, die ewig sind.“

 

Das Problem bei diesem Hinweis ist nur, daß die normalen Übersetzungen des Buches Hiob diese Aussage nicht beinhalten.

Hat sich der Geist hier geirrt? Hat er ein anderes, vielleicht apokryphes Buch Hiob gemeint? Hat er ganz eine andere Schrift gemeint? – Oder sollten wie im Falle Nikodemus im Johannesevangelium, die entsprechenden Passagen ebenfalls der Zensur zum Opfer gefallen sein? (Vielleicht findet ja ein Leser des Rätsels Lösung.)

 

(S03.) Die Katharer

(griechisch: katharoi "die Reinen", davon abgeleitet "Ketzer") italienisch: Gazzari; französisch Albigenser;)

Name einer mittelalterlichen gnostisch-manichäischen Sekte, die auf dem Weg über Bulgarien (Bogomilen) und die Donaustraße ins Abendland, seit dem 11. Jh. besonders in den romanischen Süden vordrang; verwarfen das Alte Testament, Sakramente, Eid, Ehe; bejahten die Seelenwanderung, dualistische Lehre: Gutes Prinzip als Schöpfer des Geistes, böses als Schöpfer der Materie. Sekte wurde im 14./15. Jh. durch Kreuzzüge zerschlagen. (Soweit das elektronische Lexikon 2002)

 

Die Albigenser (Katharer) waren sehr schnell zu einer mächtigen Bewegung geworden. Eine christliche Sekte wohlgemerkt. Und sie lehrten die Wiedergeburt. Man ist, bis das Königreich Jesu anbricht, zur Wiedergeburt und einem neuen Lebenszyklus verurteilt, es sei denn, man erlangt schon vorher etwas wie Vollkommenheit.

Eine christliche Richtung des Mittelalters, welche die Wiedergeburt lehrt!

Woher hatten sie ihr Wissen? Meist ist es ja so, daß Wissende bekämpft werden. Die Katharer wußten also etwas, was man nicht wissen (glauben) durfte. Leider kenne ich ihre Schriften nicht. Dort würde man sicherlich weitere interessante Hinweise zur Seelenwanderung finden.

 

(S04.) Die Moslems

Zur moslemischen Glaubensfamilie gehört eine Vielzahl verschiedener Sekten / Glaubensrichtungen.

Darunter befinden sich auch einige die die Wiedergeburt / Seelenwanderung lehren.

Die Informationen habe ich aus der Digitalen Bibliothek Band 47: Lexikon des Islam, zusammengesucht. Sicherlich würden Insider noch auf viele weitere Bezüge zur Wiedergeburt im islamischen Bereich stoßen.

Da der Islam, das Judentums und das Christentum dieselben Wurzeln haben, ist es sicherlich angebracht, sich auch in diesem Bereich umzusehen und mit einzubeziehen.

 

Ahl-i haqq

Die Anhänger der Geheimreligion »Ahl-i haqq« (Besitzer der Wahrheit)

Zentrales Dogma der »Ahl-i haqq« ist der Glaube an sieben aufeinanderfolgende göttliche Manifestationen, z.B. als:

»Khawandagar«, der Schöpfer der Welt in Erscheinung, in der Gestalt 'Alis und der des Sultan Sohak. Über weitere Inkarnationen besteht allerdings Uneinigkeit.

 

Dualismus

Danach glaubte die Khurramiyya an das Weltprinzip des Lichts, von dem sich das Prinzip des Dunkels abgespalten hat. Zu ihren Glaubensvorstellungen gehörte auch die Seelenwanderung. Danach können Seelen in die Körper von Menschen, Tieren, aber auch Engeln eintreten.

 

Drusen / Schiiten

Die Drusen (seit dem 11. Jh.) scheinen den Fatimiden-Khalifen Hakim (Ägypten) zu vergöttlichen, der auf mysteriöse Weise verschwand. Ihre Geheimlehre ist nur einigen Eingeweihten bekannt. Sie glauben an die Wiederkunft des entschwundenen Hakim und an die Seelenwanderung. Sie leben heute im Berg Libanon, in Südsyrien und in Galiläa (Israel).

 

(xx.) Sonderfälle

Zu diesem Thema muß ich noch zwei Sonderfälle anführen. Ich will diese nicht als Beweis für eine Wiedergeburt werten. Um aber den Begriff Inkarnation abzurunden sollten diese kurz erwähnt werden.

 

·        Es ist einer Wesenheit unter bestimmten Umständen möglich, einen Erdenmenschen zu besetzen. Dann hat der Eindringling Macht und Einfluß auf den Körper eines Erdlings. Manchmal kann sie mehr oder weniger parallel auf den Körper Einfluß nehmen. Manchmal muß der Besetzte aber auch weichen. Er steht dann praktisch vor der Tür (Körper). Auf das, was in der Folge passiert, hat er keinen Einfluß und auch keine Erinnerung. Genauso, wie wir uns den Mantel einer anderen Person überziehen können, genauso können auch fremde Wesenheiten sich den Körper eines Erdlings überziehen. Über besetzte Personen berichtet uns übrigens auch die Bibel. Aus medizinischer Sicht würde dies in den Bereich Schizophrenie fallen: Stichwort Persönlichkeitsspaltung. Wissenschaftler haben noch keine Erklärung dafür.

 

·        Dann kommt noch ein weiterer Umstand vor, der hier auch erwähnt werden muß. Es ist das sogenannte >Walk in<. In diesem Fall verläßt eine Seele ihren angestammten Körper, um diesen für eine andere Wesenheit frei zu machen. Wenn es nach den normalen Spielregeln abläuft, wird das natürlich nur unter bestimmten Bedingungen vorkommen. Meist ist es eine Krankheit, die normalerweise zum Tod führen würde. Dadurch hat der Erstbesitzer des Körpers das Recht zu gehen. Er ist sozusagen frei sich in eine andere Sphäre zurückzuziehen. Seinen alten Erdenkörper kann er einer anderen Wesenheit überlassen, die auf diesem Wege vielleicht noch schnell etwas auf der Erde erledigen kann. Dafür braucht sie dann nicht nochmals die Geburt und die Wachstumsphase zu durchlaufen.

 

Es versteht sich von selbst, daß heilige Engel Gottes Erdenmenschen nicht besetzen würden. Es scheint auch unnötig zu sein, von einem "Walk in" Gebrauch zu machen. Das schließt allerdings nicht aus, daß einige Vertreter Gottes in einem Erdenkleid geboren, (inkarniert) unter uns leben mögen.

 

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Lieber kirchlicher Christ, es mag sein, daß du (noch) nicht jedes von mir angeführte Argument gelten läßt. Sei es drum. Aber es werden bestimmt einige auch von Dir nicht wegerklärt werden können.

Wenn auch nur ein Argument oder ein Hinweis stehen bleibt, sollte damit schon die Wiedergeburt aus der Bibel hergeleitet werden können.

 

·        Habe ich einen Hinweis aus der Bibel vergessen?

·        Geht ein Hinweis von mir völlig am Thema vorbei?

Bitte laßt es mich wissen.

 

 postmaster@seelenwandern.de

 

Viel umfassender und gewichtiger jedoch sind all die Erfahrungen, die von einigen Menschen immer wieder gemacht werden. Manchmal können sie sich ganz plötzlich an frühere Leben erinnern, oder sie treffen auf Menschen, die sie schon aus früheren Leben her kannten. Manche Menschen haben ein Wissen, das sie sich nicht erarbeitet haben und und und ... ... ...

 

 



[i][1] zu dem Schluß könnte man auch kommen, wenn man entsprechende Querverweise in den Bibelausgaben zu diesem Schrifttext verfolgt